Die Region Basel steht kopf wegen des 18. Grand-Slam-Titels von Roger Federer und manch einer fragt sich: Wird es mal wieder einen offiziellen Besuch Federers in seiner Heimat geben?

Der Weltstar und Weltbürger weilt zwar für Spiele seines geliebten FCB hin und wieder im Joggeli und spielt in der Regel selber an den Basler Swiss Indoors. Doch einen offiziellen Empfang für Federer hat es seit dessen Gold im Doppel bei den Olympischen Spielen in Peking nicht mehr gegeben. Im September 2008 feierten auf dem Marktplatz mehrere tausend Fans Roger Federer, Doppel-Partner Stan Wawrinka und Radfahrer Fabian Cancellara, der damals ebenfalls Gold gewann.

Die besten Punkte zwischen Federer und Nadal

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Während der Saison sehr schwierig

Dass die Basler Regierung den 35-jährigen Federer nach dessen unglaublichem Comeback erneut einladen wird, sei denkbar, sagt Regierungssprecher Marco Greiner. Entschieden sei allerdings noch nichts. Sicher werde die Regierung Federer – wie bei Grand-Slam-Titeln üblich – ein Gratulationsschreiben zukommen lassen.

Die Zurückhaltung hat nichts mit mangelnder Begeisterung für die Erfolge von King Roger zu tun. Vielmehr weiss man im Rathaus um den dichten Terminplan mit Turnieren, Trainings, Verpflichtungen gegenüber Sponsoren und Partnern sowie der Arbeit für die Roger-Federer-Foundation. Schliesslich darf auch die Familie nicht zu kurz kommen.

«Während der Saison ist es sehr schwierig, Federer für einen offiziellen Besuch zu gewinnen», sagt Greiner. Das musste auch das Basler Sperberkollegium erfahren, das Federer im Oktober 2008 zum Ehrespalebärglemer kürte. Damals wurde nichts aus der vom Management versprochenen halben Stunde mit Federer. So wurde die Feier auf Juli 2009 verschoben. Nach seinem sechsten Wimbledon-Sieg nahm sich der Maestro mehrere Stunden Zeit für die Sperber – samt Nachtessen.

Am Tag nach seinem Sieg: Roger Federer präsentiert seinen Pokal

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Nach der Siegesfeier spazierte das Schweizer Tennis-Wunder mit seiner Trophäe durch einen Park in Melbourne.

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Zu Gast am Baselbieter Sportpreis?

Acht Jahre später soll es wieder klappen. Der Baselbieter Sportamtsleiter Thomas Beugger will sich für einen Empfang des weltweit berühmtesten Baselbieters stark machen: Eine Möglichkeit wäre, im Umfeld der Swiss Indoors Ende Oktober eine Veranstaltung zu organisieren. Eine andere, ihn an die Verleihung des kantonalen Sportpreises einzuladen. Diese findet jeweils Anfang Dezember statt, kurz nach Ende der ATP-Saison.

Federer wurde 2003 – im Jahr seines ersten Grand-Slam-Titels – von seinem Heimatkanton geehrt. Mittlerweile ist Federer eine globale Legende vom Kaliber eines Muhammad Ali. Was soll er an einer Sportpreisfeier in der Provinz? Beugger verweist auf den engen Kontakt zur Familie Federer. «Rogers Eltern besuchen regelmässig unsere Veranstaltungen.» Und Roger selbst sei angesichts seines Status «unglaublich bodenständig». Beugger ist überzeugt: Der Besuch der globalen Sport-Ikone in der Heimat wird nicht Wunschdenken bleiben.