Er hat mit Juventus Turin (1996) und Borussia Dortmund (1997) die Champions League gewonnen, nun zieht Paulo erstmals als Trainer die Königsklasse ein.

Und wie: Real Madrid, Liverpool und Ludogorez Rasgrad – einen schöneren Einstand im Konzert der Grossen kann sich kein Trainer wünschen. Was sagt der FCB-Trainer zum Traumlos? «Für die Stadt, für den Klub, für den Präsidenten, für die ganze Schweiz werden die Spiele gegen Real Madrid ein wichtiger Moment sein.»

Anfragen aus Barcelona und Madrid

Was er als Trainer noch werden will, war der Portugiese als Spieler: Weltklasse. Und da die besten Spieler von den besten Klubs der Welt gejagt werden, bietet sich die Frage an: Gab es zu Spielerzeiten Kontakt zu Real Madrid? «Ja», sagt Sousa, «während meiner Zeit in Dortmund (1996/97, Anm. d. Red.) klopften Real und Barcelona an. Ich habe mich damals aber gegen Spanien entschieden und bin nach Italien zurückgekehrt zu Inter Mailand.» Warum? «Meine Vorstellungen vom Fussball und meine körperliche Verfassung haben in meinen Augen damals nicht nach Spanien gepasst.»

Absagen nie bereut

2002 zog es den Mittelfeldstrategen dann doch nach Spanien – weil er am Ende der Karriere stand, aber «nur» zu Espanyol Barcelona. «Als ich dann doch noch in Spanien landete und sah, wie dort tatsächlich trainiert wurde – war es im Nachhinein vielleicht doch nicht die beste Entscheidung, Real und Barcelona abzusagen.» Bereut, den beiden Weltklubs abgesagt zu haben, habe er es aber nie.

Nun bietet sich Sousa die Möglichkeit, am 16. September beim Auswärtsspiel in Madrid wenigstens als FCB-Trainer einmal den «Mythos Real Madrid» einmal hautnah zu erleben.