Es war ein historischer Entscheid und er kam sehr unerwartet: Der Deutsche Bundestag hat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause entschieden, dass das bisher für die Verbindung von Mann und Frau reservierte Rechtsinstitut Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird. Auch die Schweizer Bevölkerung scheint der Ehe für Alle positiv gegenüber zu stehen. Dies zeigen zwei repräsentative Umfragen, die eine Zustimmung von 54 respektive 71 Prozent ausweisen.

Wie aber geht es Kindern in solchen Regenbogenfamilien? Wie wachsen sie auf, und fehlt ihnen möglicherweise etwas? Was heisst diese Entwicklung für die Gesamtgesellschaft, für die Weiterentwicklung von Ehe- und Familienmodellen, für die Schweiz? Die Diskussionsreihe «Basel im Gespräch» vertieft das Thema am kommenden Dienstag, 12. September, um 18.30 Uhr in die Offene Kirche Elisabethen.

Dazu diskutieren unter der Moderation des Theologen und Journalisten Frank Lorenz in der Mitte der Kirche: Andreas M. Walker, Präsident von Swissfuture, Mitglied der Präsidentenkonferenz und der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften; Peter Thommen, Buchhändler und selbst ernannter «Schwulenpapst von Basel»; Maria von Känel, Geschäftsführerin des Dachverbands Regenbogenfamilien; Axel Schubert, Mitglied und ehemaliger Vorstandssprecher von habs queer Basel; und Brigitte Contin-Waldvogel, Chefärztin und Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland.

Offenes Mikrofon

Wie immer bei «Basel im Gespräch» kann sich das Publikum jederzeit in die Diskussion einmischen. Ein offenes Mikrofon ist stets verfügbar. Türöffnung ist um 18 Uhr. Im Anschluss wird ein Apéro offeriert. Der Eintritt ist frei. Die mittlerweile etablierte und beliebte Gesprächsreihe wird unterstützt von der Offenen Kirche Elisabethen, der Evangelisch-Reformierten Kirche Basel-Stadt, der Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung des Präsidialdepartements sowie der bz Basel.