Messe-Baustelle

Was für ein Augenblick, was für ein Anblick: Die Messe Basel ist fertig

Der Messebau im Kleinbasel war fast ein Jahr lang die grösste Baustelle der Nordwestschweiz, zwischendurch waren hier über 1000 Arbeiter gleichzeitig zugange. Jetzt ist das Bauwerk fertig.

Wenn sich am Freitag die Bauarbeiter am Feierabend zuprosten, dürfen sie mit Fug behaupten: «Wir habens geschafft, wir habens verdient!» Auch in den Chefetagen der Messe Schweiz und des Generalunternehmers HRS wird man wahrscheinlich erleichtert die Korken knallen lassen. Denn am Freitag erfolgt die Übergabe des Bauwerks von der HRS an die Messe. Es wurde plan- und termingerecht fertiggestellt.

Der Messebau im Kleinbasel war fast ein Jahr lang die grösste Baustelle der Nordwestschweiz, zwischendurch waren hier über 1000 Arbeiter gleichzeitig zugange. Lassen wir die wichtigsten Etappen revue passieren:

• Im Sommer 2010 mussten zuerst Tramgleise und Haltestellen verschoben werden.

• Ende Juni 2011 wurde mit den Hauptbauarbeiten begonnen. Bis Dezember 2011 wurden zuerst an den Ecken des «Kopfbaus» und der Halle 3 die Betonkerne für den Neubau erstellt und danach die Überbauung des Messeplatzes mit der «City Lounge» und den zwei Ausstellungsgeschossen errichtet (Stahl- und Elementenbau, Fassadengerüst, Dach, Innenausbau). Das Bauvolumen dieser Etappe umfasste 160 000 Kubikmeter, dabei wurden 2 500 Tonnen Stahl und 7 300 Tonnen Beton verarbeitet.

• Danach folgte eine dreimonatige Baupause wegen der Swissbau und der Baselworld.

• Vor zehn Monaten ging die letzte Hauptbauetappe los, in welcher die alten Gebäudeteile abgebrochen und der gesamte Neubaukomplex fertiggestellt wurde.

Noch nicht beendet sein dürften hingegen juristische Auseinandersetzungen über Lohnfragen und anderes. Auf der Baustelle kam es immer wieder zu Fällen von Lohndumping und problematische Arbeitsbedingungen. Das rief mehrmals die Gewerkschaften und die offizielle Baustellenkontrolle auf den Plan.

Am kommenden Mittwoch wird der Neubau den Medien vorgestellt.

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