Eine defekte Wasserleitung hat in einem provisorischen Magazin des Basler Staatsarchiv grosse Schäden verursacht. Wie das zuständige Präsidialdepartement mitteilt, seien trotz sofortiger Rettungsmassnahmen wertvolle Glasplattennegative aus dem frühen 20. Jahrhundert beschädigt worden.

Das betroffene Magazin befinde sich im Untergeschoss einer historischen Altstadtliegenschaft des Kantons. Bei der lecken Wasserleitung im darüber befindlichen Geschoss handle es sich wahrscheinlich um eine Löschwasserleitung. Zu den genauen Ursachen laufen noch Untersuchungen.

Das Präsidialdepartement weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, wie wichtig der von ihm angestrebte 225-Millionen Neubau sei, in dem beim Bahnhof St. Johann sowohl das Naturhistorische Museum als auch das Staatsarchiv unterkommen sollen. So bleibe in den provisorischen Magazinen das Risiko weiterer Schadensfälle hoch, betont das Departement.

Das Basler Präsidialdepartement hatte in den vergangenen Monaten und Jahren in seinen verschiedenen Häusern schon mehrfach mit Wassereinbrüchen zu kämpfen. So hatte die bz bekannt gemacht, dass erst kürzlich Wasser in das Historische Museum in der Barfüsserkirche eingedrungen ist genau so wie in ein Museumsdepot. Für diese Liegenschaften liegen allerdings noch immer keine baulichen Lösungen vor. (dba)