Fussball
Wechsel zum FC Augsburg fix: Bobadilla rast zum nächsten Abenteuer

FC Basel-Stürmer Raúl Bobadilla wechselt per sofort in die deutsche Bundesliga zum FC Augsburg. Der Argentinier hatte nach seinem Raser-Skandal einen schweren Stand in Basel. Jetzt ist er nach seinem kurzen Gastspiel bereits wieder weg.

Céline Feller
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as wars: Raúl Bobadilla verlässt den FC Basel in Richtung Augsburg!

as wars: Raúl Bobadilla verlässt den FC Basel in Richtung Augsburg!

Freshfocus

Die Zukunft von Raúl Bobadilla ist geklärt: Der bullige Stürmer wechselt per sofort zum FC Augsburg. Die Südbayern waren seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer offensiven Verstärkung. Bei Augsburg unterschreibt der 26-Jährige einen Dreijahresvertrag.

Durch den Abgang von Bobadilla lösen sich für den FCB einige Probleme von selber. Zuletzt trainierte der in Ungnade gefalle Stürmer getrennt von der Mannschaft, war in den letzten beiden Spielen aufgrund mangelnder Fitness gar nicht erst im Kader. Jetzt ist der Schweizer Meister sein Problemkind los.

Bereits gestern zeichnete sich ein Transfer des Argentiniers ab. Bobadilla blieb dem Training fern, offiziell weil er frei hatte. Doch tatsächlich befand er sich bereits für den Medizin-Check und die Vertrags-Unterzeichnung in Augsburg. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten der FC Augsburg und der FC Basel Stillschweigen.

Erst im Januar 2013 war der Gaucho von den Berner Young Boys zum FCB gestossen. Sein Vetrag bei den Bebbi lief noch bis am 30. Juni 2017. Doch der Raser kam nie wirklich in Basel an.

Aufgrund der Tatsache, dass sich die bisherige Zusammenarbeit aus verschiedenen Gründen nicht so entwickelte wie gewünscht, hat der FCB - in der Überzeugung, dass diese Neuausrichtung für die Karriere von Bobadilla die beste Lösung ist - zusammen mit dem Spieler den Entscheid zum Wechsel getroffen.

Augsburg freut sich auf Bobadilla

«Es ist toll, dass es mit dem Wechsel geklappt hat», sagt FCA-Trainer Markus Weinzierl auf der offiziellen Facebook-Seite der Augsburger. «Mit Raúl Bobadilla können wir nun auf eine weitere Alternative im Offensivbereich bauen, die der Mannschaft weiterhelfen kann.»

Der Stürmer selbst macht keinen Hehl daraus, dass er glücklich ist, einen neuen Verein gefunden zu haben: «Ich bin dem FC Augsburg dankbar, dass er mir die Chance gibt, wieder in der Bundesliga zu spielen. Ich richte den Blick nach vorne und möchte alles dafür tun, um der Mannschaft zu helfen, damit wir unsere Ziele erreichen», freut sich der Argentinier auf seine neue Herausforderung beim FCA.

«Wir freuen uns, dass sich Raul Bobadilla trotz anderer lukrativer Angebote für den FC Augsburg entschieden hat. In unseren Gesprächen hat er deutlich gemacht, dass er unbedingt zum FCA wechseln möchte, um die Chance der Rückkehr in die Bundesliga zu ergreifen», sagt Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA.

Raúl Bobadilla bei seiner Vertragsunterzeichnung in Augsburg., zusammen mit FCA Geschäftsführer Stefan Reuter.

Raúl Bobadilla bei seiner Vertragsunterzeichnung in Augsburg., zusammen mit FCA Geschäftsführer Stefan Reuter.

facebook.com/fcaugsburg

Mission gescheitert

Während alle Parteien glücklich sind über den abgeschlossenen Deal, muss die Vergangenheit des Stürmers beim FCB kritisch betrachtet werden. Der damalige Wechsel von Bobadilla kann insgesamt als Missverständnis bezeichnet werden. Aus sportlicher Sicht konnte der Argentinier nie Schlagzeilen liefern. Lediglich zwei Tore gelangen ihm im rot-blauen Dress.

Das Abenteuer FCB hatte für ihn schon schlecht angefangen. Bobadilla war zu Beginn gesperrt in der Liga und im Europacup nicht spielberechtigt, weshalb er das Halbfinal-Märchen verpasste. Hinzu kommt noch eine achtwöchige Verletzung am Ende der Vorbereitung. Bobadilla blieb nur eine Statisten-Rolle.

Neben dem Platz zündete der Gaucho jedoch ein Feuerwerk. Yakin, der schon bei Congeli mit Bobadilla zusammenarbeitete, war sich sicher, seinen Schützling in den Griff zu bekommen. Doch diese Mission ist gescheitert, das Kapitel Bobadilla beim FCB nun definitiv Geschichte.

Bezüglich der Kaderplanung ist der FCB gewillt, die in der Offensive frei gewordene Position neu zu besetzen.