Zudem ist er Verwaltungsrat in der Hapema-Holding, dem lokalen Franchise-Nehmer der internationalen Fastfood-Kette. Lutz räumt auf Anfrage des «Sonntag» ein, dass er weder ein besonderer Kenner noch Liebhaber der Fastfood-Küche sei. Seine Aufgabe bestehe denn auch darin, beratend im Backoffice zum Rechten zu sehen – dies im Auftrag eines Geldgebers.

Der Hintergrund von Lutz’ Engagement: Die Hapema-Gruppe gehört dem Gastrounternehmer Harald Süss. Dieser hatte vor zwei Jahren versucht, sein Sortiment in der Vorweihnachtszeit mit einem dem «Winterzauber» bei der Messe zu erweitern. Das Unterfangen scheiterte. Zurück blieben gemäss Presseberichten offene Rechnungen in Höhe von 1,6 Millionen Franken sowie die Liquidation der zu diesem Zweck gegründeten Hapema Event GmbH. Dieses Scheitern hat auch in der Holding Spuren hinterlassen. Die Geldgeber gehen aber offenkundig davon aus, dass Süss das ausstehende Geld über die «Burger King»-Filialen wieder erwirtschaften kann. Doch dafür haben sie ihm einen Aufpasser zur Seite gestellt: Simon Lutz. Süss hat die Kommunikation des Sachverhalts auf Anfrage des «Sonntags» an Lutz delegiert.

Simon Lutz, Betreiber etwa des «Acqua» und der «Kuppel» bei der Heuwaage, gilt als einer der kreativsten Gastrounternehmer der Region. Das Kaufmännische zählte bisher nicht zu seinen Kardinaltugenden. Geldbeschaffung gehört derzeit allerdings zu seinen Hauptaufgaben: Er ist auf der Suche nach Investoren, die den Bau einer neuen «Kuppel» finanzieren.