Die Messebaustelle-Generalunternehmerin HRS setzt ihre Versprechen offenbar um. Sie eine Firma von der Baustelle: «Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir das Personal der Firma Objektplan GmbH nach unseren Abklärungen (...) heute von der Baustelle gewiesen haben», schreibt der Niederlassungsleiter der HRS der Gewerkschaft Unia. Dies berichtet heute die Tageswoche.

Es ist das erste Mal, dass die HSR eine Firma von der Baustelle weist, die im Verdacht steht, Dumpinglöhne zu zahlen. Bei den geprellten Arbeitern geht es offenbar um über ein Dutzend polnische Gipser, die nach eigenen Aussagen zu einem Stundenlohn von 14 Franken arbeiteten. Nachdem die Unia im Herbst über den Fall berichtet hatte, wurde einer der Arbeiter entlassen.

Nun hat die HRS die Konsequenzen gezogen. Gegenüber der Tageswoche erklärt Martin Kull, CEO der HRS, dass der betroffenen Firma nachgewiesen werden könne, dass sie den Vertrag verletzt. «Darum konnten wir die Forderung stellen, diese Firma von der Baustelle zu weisen.» Schon im Dezember hatte die HRS den Subunternehmen harte Sanktionen angedroht, nachdem mehrfach Fälle von Lohndumping publik wurden.