Bankenstreit
Wegen Druck aus Amerika: Basler Kantonalbank weist US-Kunden ab

«Bis auf weiteres nimmt die Basler Kantonalbank Abstand davon, neue Geschäftsbeziehungen mit Personen mit Domizil USA aufzunehmen», bestätigt ein Sprecher gegenüber der Zeitung «Der Sonntag».

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Keystone

Damit reagiert die BKB auf eine Enthüllung der «New York Times». Die Zeitung berichtete kurz vor Weihnachten, dass die US-Steuerbehörde (IRS) eine Strafuntersuchung gegen schweizerische Kantonalbanken eingeleitet habe. Namentlich genannt wurde die Basler KB. Der Aufnahmestopp gilt absolut.

Laut der Bank werden auch solche US-Kunden nicht aufgenommen, die einer Offenlegung zustimmen und das US-Steuerformular W-9 ausfüllen. Die Bank verlangt seit Beginn 2010, dass US-Kunden dieses Formular unterschreiben. Noch hält die BKB an bestehenden US-Kunden fest. Andere Banken wie die Zürcher KB haben alle solche Kundenbeziehungen schon länger aufgelöst. Die US-Vermögen bei der BKB belaufen sich auf eine halbe Milliarde Franken.