Bestattungen
Wegen Engpässen im Krematorium: Basler werden auswärts kremiert

Das neue Krematorium auf dem Basler Friedhof Hörnli kommt keinen Moment zu früh: Weil die Kapazität der bestehenden Anlage wegen Revisionsarbeiten eingeschränkt ist, müssen Verstorbene auswärts eingeäschert werden. Aarau und Zürich helfen aus.

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Krematorium beim Friedhof Hörnli

Krematorium beim Friedhof Hörnli

Kenneth Nars

Von den derzeit nötigen 20 Kremationen täglich können nur acht auf dem Hörnli durchgeführt werden. Zwölf werden dagegen von den Krematorien Aarau und Zürich übernommen, wie das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt am Freitag mitteilte.

Grund für den Engpass ist die unerwartet hohe Zahl von Todesfällen im März. Zu den für diesen Monat terminierten Revisionsarbeiten kamen weitere technische Probleme, weshalb derzeit nur noch einer der vier Kremationsöfen läuft. Nächste Woche soll dann ein weiterer hinzukommen, und per Ende März sollen die Probleme ganz behoben sein.

Gipsmodell der Anlage und des Neubaus.
14 Bilder
Musterelement des Neubaus am zukünftigen Bauplatz.
Bis in die achziger Jahre war eine schwarze Rauchwolke normal.
Die Rauchgasanlage.
Die Rauchgasanlage.
Sammlung des Nichtbrennbaren: Gelenke, Sargbeigaben, Figuren, Zahn- und andere Protesen.
Schadhafte Schamottsteine müssen ausgestauscht werden.
Hier werden die sterblichen Überreste, also die Asche, entnommen.
Hier werden die sterblichen Überreste, also die Asche, entnommen.
Rollwagen mit Ascheschubladen.
Die Ofenzentrale des Krematoriums.
Eine Palette mit neuen Holzurnen.
Krematorium beim Friedhof Hörnli wird neu gebaut
Sargdeckel vor den Aufbahrungsräumen.

Gipsmodell der Anlage und des Neubaus.

Martin Töngi

Das Krematorium auf dem Hörnli ist seit 1984 in Betrieb. Die Anlage mit vier Öfen hat das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Technische Probleme haben sich in den letzten Jahren gehäuft, und auch Unterbrüche hat es schon gegeben.

Dass jedoch Verstorbene auswärts kremiert werden mussten, habe es seines Wissens noch nie gegeben, sagte Marc Lüthi, Leiter des Bestattungswesens bei der Basler Stadtgärtnerei auf Anfrage. In Betrieb bleiben sollen die maroden Öfen noch zwei Jahre, dann werden sie durch drei Neue ersetzt.

Im Februar hat der Grosse Rat für ein neues Krematorium auf dem Hörnli 17 Millionen Franken bewilligt. Die Arbeiten dafür werden voraussichtlich im Oktober in Angriff genommen.

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