Basel Wave

Wegen grösserem Modell: Surf-Welle im Rhein kommt doch erst 2020 – kein Gesuch für dieses Jahr

Beim Projekt Basel Wave ist der Wurm drin. Der erste Anlauf, eine künstliche Surf-Welle auf dem Rhein zu errichten, scheiterte an Einsprachen der Anwohner. Für den neuen Standort bei der Dreirosenbrücke haben die Initianten kein Gesuch eingegeben – weil sie ein neues Modell verwenden wollen.

Eigentlich wollten Event-Organisator Christian Müller und Projektpartner Alex Hatebur bereits vergangenes Jahr Basel zur Surfer-Stadt machen. Eine künstliche Welle auf dem Rhein auf Höhe der Johanniterbrücke sollte die Wassersportler beglücken. Doch Einsprachen machten den beiden Initianten einen Strich durch die Rechnung.

Auch aus dem Anlauf 2019 wird nichts. Wie Daniel Arni, Leiter der Allmendverwaltung, gegenüber «Radio Energy» sagt, sei bis zum jetzigen Zeitpunkt kein Gesuch für die «Basel Wave» am neuen Standort auf Höhe des Rhyparks eingegangen. «Demzufolge wird die Welle in diesem Jahr nicht kommen.» Denn für solche Eingaben gilt eine Frist von drei Monaten.

Grösseres Modell, längere Wartezeit

Die Organisatoren haben absichtlich auf ein Gesuch für 2019 verzichtet, sagen sie: «Wir haben die Eröffnung auf 2020 verschoben, da wir mit der neusten Technik arbeiten wollen», so Alex Hatebur gegenüber der bz.

Das neue Modell wird eine höhere Welle produzieren als das bisher in Betracht gezogene Modell, so Hatebur. Zudem seien die Organisatoren daran, einen umfangreichen Eröffnungsevent zu planen, der mit diversen Grössen der Surferszene aufwarten soll. Das brauche Zeit.

Gespräche zum Standort laufen

Hinzu komme, dass derzeit noch einzelne Gespräche zum neuen Standort bei der Dreirosenbrücke geführt werden. Dort soll die Welle weiteren Nutzern wie Rheinschwimmern, Wasserfahrern und Anwohnern weniger in den Weg kommen als am ersten geplanten Standort auf Höhe der Cargo Bar.

Soweit geht der Plan, den die Initianten im März dieses Jahres verkündeten, nach wie vor auf. Projektpartner Müller zeigte sich damals bereits zuversichtlich. Der Standort nahe des Rheinparks sei gut, sagte er zum «Regionaljournal» von SRF: «Wir sind dort nicht unmittelbar vor Wohnhäusern und geben dem Projekt dort entsprechend eine bessere Chance.» 

Die «Basel Wave» wäre mit einem Meter Höhe und 16 Metern Breite die grösste portable Welle der Welt gewesen. Die Investition für die bisherige Anlage wurde auf rund 1,7 Millionen Franken beziffert.

So spektakulär wird die Basler Welle

So spektakulär sollte die Basler Welle werden.

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