BScene
Wegen Zuschauerschwund wird das Konzept nicht über den Haufen geworfen

Das Basler Band- und Clubfestival BScene ist zu einer festen und bei den Baslern beliebten Institution geworden. Nach 15 Jahren ist mit 7000 Zuschauern aber zum ersten Mal ein Rückgang zu verzeichnen. BScene-Präsident Thom Nagy nimmt Stellung.

Muriel Mercier
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Thom Nagy gefällt die magische Atmosphäre der BScene.

Thom Nagy gefällt die magische Atmosphäre der BScene.

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Herr Nagy, am Wochenende ging die 16. BScene über die Bühne. Dieses Jahr bleibt ein fahler Nachgeschmack zurück: Nach 15 Jahren ist mit 7000 Zuschauern zum ersten Mal ein Rückgang zu verzeichnen. Es kamen über 1000 weniger als im 2011. Wie kommt das?
Thom Nagy: Das ist eine schwierige Frage, die wir uns seit Sonntag immer wieder stellen. Und sie ist natürlich für die Zukunft des Festivals essenziell. Wir sind bis jetzt noch zu keinem zwingenden Grund gekommen. Alle möglichen Erklärungen sind reine Spekulationen. Im Mai machen wir eine Retraite und versuchen, eine schlüssige Begründung für den Besucherrückgang zu finden. Ich gehe davon aus, dass eine Kombination verschiedener kleiner Dinge zu dem Rückgang geführt hat. Wäre es ein einzelner, grosser Grund, hätten wir ihn mittlerweile identifiziert.

Zur Person

Seit sieben Jahren ist Thom Nagy bei der BScene, drei davon als Präsident. Dieses Jahr hat der 33-Jährige sein Amt zum letzten Mal ausgeführt. «Zur Philosophie der BScene gehört Beweglichkeit», sagt der NZZ-Journalist. Es brauche immer wieder neue Leute, neue Ideen. «Wir wollen keine Sesselhocker heranzüchten.» In den letzten Festivalstunden als Präsident,sei er dann aber doch melancholisch geworden. (mum)