Dass SP-Grossrat Jörg Vitelli nicht zufrieden war damit, wie die Regierung seine Fragen beantwortete, das war bereits am Mittwoch im Grossen Rat klar. Seine Replik fiel einigermassen harsch aus. Vitelli wollte von der Regierung wissen, ob es nicht möglich sei, dass das Generalabonnement (GA) auch auf den grenzüberschreitenden Tramlinien gültig sei. Seine Fragen seien nur teilweise beantwortet worden, monierte Vitelli. Ausserdem fühle sich offenbar niemand verantwortlich, die Fragen würden herumgeschoben, anstatt «als wesentliches Mitglied im Tarifverbund Nordwestschweiz aus einer Position der Stärke mit den Partner zu verhandeln.» Vitelli geht nun den parlamentarischen Eskalationsweg: Nach der Interpellation, die lediglich Fragen an die Regierung stellt, reicht er nun eine Motion ein, die Forderungen aufstellt.

Vitelli will, dass das U-Abo auf allen grenzüberschreitenden Linien Gültigkeit hat und in Zukunft haben soll. Überall dort, wo das U-Abo gelte, müssten auch die nationalen Fahrausweise Gültigkeit haben, also beispielsweise das GA. Die Aufhebung der GA-Gültigkeit sei solange aufzuheben, bis eine definitive Lösung vorliege. Und zu guter Letzt solle eine solche, abschliessende Lösung gefunden werden müssen, bevor die grenzüberschreitende Tramlinie 3 nach Saint Louis ihren Betrieb aufnehme.

Vitelli wehrt sich insbesondere auch gegen die Idee des Regierungsrates, ein «Zusatzabo» für das U-Abo zu schaffen, das grenzüberschreitende Fahrten ermöglichen würde. Das sei wesentlich komplizierter, als eine Abgeltung an die SBB auszutüfteln. Das hält wiederum die Regierung für zu aufwendig. (dre)