«Wahrheit, Lüge, Journalismus» lautet das Thema der zweiten Auflage von «Basel im Gespräch», die am Donnerstag um 18.30 Uhr in der Elisabethenkirche stattfindet. Organisiert von der Offenen Kirche Elisabethen (OKE) und unterstützt von der bz befragt Co-Leiter Frank Lorenz Markus Somm, Verleger und Chefredaktor der «Basler Zeitung», David Sieber, Chefredaktor der bz Basel/Basellandschaftliche Zeitung und Christian Degen, Chefredaktor und Geschäftsführer der «Tageswoche».

Grundsatzfragen

Das Gespräch dreht sich um den Medienplatz Basel, verfolgt aber einen grundsätzlicheren Ansatz. So geht es um die Frage, wie das, was täglich in den Medien konsumiert werden kann, eigentlich entsteht? Und dies hin- und hergerissen zwischen dem Anspruch, das Geschehen vollständig und ausgewogen abzubilden, und den Zwängen der Realität? Im diesem Spannungsfeld stehen Journalistinnen und Journalisten: Täglich liefern (durch das Internet und die sozialen Netzwerke schneller denn je), gleichzeitig aber dem journalistischen Ethos gerecht werden und sich dabei selbst noch im Spiegel anschauen können. In Zeiten emotional diskutierter Themen wie der Flüchtlingsthematik, dem Erstarken des Nationalismus und – in unserem Nachbarland sehr oft gehört – dem Vorwurf der «Lügenpresse» ist Journalismus eine echte Herausforderung. Was ist guter Journalismus heute und was in und für Basel? Hat das Geschäftsmodell Journalismus angesichts des immer grösser werdenden Gratisangebots im Internet überhaupt eine Zukunft?

«Basel im Gespräch» ist anders als eine übliche Podiumsdiskussion. Die Protagonisten sitzen in der Mitte, das Publikum bildet einen Kreis darum und ist zum Mitdiskutieren aufgefordert. Dass das Ganze in einer Kirche stattfindet, hat zudem Einfluss auf die Gesprächskultur, die gepflegt sein soll. (bz)

Die Veranstaltung findet am 7. April in der Elisabethenkirche in Basel statt und beginnt um 18.30 Uhr. Im Anschluss wird ein Apéro offeriert.