Nach der nunmehr abgeschlossenen Renovation werden am Standort Basel statt 90 nur noch 65 Betten betrieben, wie die Adullam-Direktion am Mittwoch mitteile. Im Neubau in Riehen wird die Zahl der Betten dagegen von 30 auf 45 erhöht. Unter dem Strich sinkt die Kapazität des Adullam-Spitals damit von 120 auf 110 Betten.

Begründet wird dieser Abbau in der Mitteilung in erster Linie mit der kürzeren Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten. Zwar nehme deren Zahl von Jahr zu Jahr um rund zehn Prozent zu. Dank intensivierten Behandlungs- und Therapieplänen dauere ein Aufenthalt jedoch statt wie früher drei bis vier nur noch zwei bis drei Wochen.

Deshalb brauche es tendenziell eher weniger Spitalbetten, wie die Spitaldirektion festhält. Hinzu komme, dass die Krankenversicherer bei den Kostengutsprachen für längere Rehabilitationsaufenthalte immer zurückhaltender würden.

Deshalb richtet 2017 das erstmals in die roten Zahlen geratene Privatspital seine Kapazitäten nicht mehr auf Maximalbedarf aus, da die beträchtlichen Vorhaltekosten nicht von den Krankenkassen finanziert würden. Stattdessen wird eine bessere durchschnittliche Auslastung der verbleibenden Betten angestrebt.

29 Vollzeitstellen weniger

Die Strukturanpassung hat laut Spitaldirektion den Abbau von 29 Vollzeitstellen zur Folge. Dieser kann nicht vollständig durch interne Verlagerungen und die natürliche Fluktuation aufgefangen werden. Deshalb erhielten 14 Angestellte die Kündigung.

Was mit der stillgelegten Abteilung am Standort Basel geschieht, ist noch offen. Im Vordergrund stehe eine kurzfristige Umnutzung für Pflegezwecke, da der Bedarf an Pflegeplätzen in der Region Basel weiter ansteige, heisst es im Communiqué.

Neben dem Spital, das über Leistungsaufträge der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft verfügt, betreibt die Adullam-Stiftung in Basel und Riehen auch Pflegezentren mit Platz für 300 betagte Menschen. Beschäftigt werden insgesamt rund 750 Angestellte.