Basler Kläranlagen
Weniger Dreckwasser bei der ProRheno 2014

Die Basler Abwasserreinigungsanlagen, die in der ProRheno AG zusammengefasst sind, haben 2014 weniger Dreckwasser geklärt: Mit 30,3 Mio. Kubikmetern reinigte die ARA Basel acht Prozent weniger, die ARA Chemie mit 1,25 Mio. Kubikmetern 15 Prozent.

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Teilweise hatte es im gereinigten Wasser zu viele ungelöste Stoffe und zu viel gelösten organischen Kohlenstoff. (Symbolbild)

Teilweise hatte es im gereinigten Wasser zu viele ungelöste Stoffe und zu viel gelösten organischen Kohlenstoff. (Symbolbild)

Keystone

Der Betriebsaufwand sank um vier Prozent auf netto 13,9 Mio. Franken. Dies war 9,7 Prozent unter dem Budgetbetrag, wie dem Jahresbericht zu entnehmen war. Investiert wurde mit 2,3 Mio. Franken deutlich weniger als budgetiert; Ursache waren Kostenverschiebungen beim Erweiterungsprojekt EABA.

Meist erfüllten die inzwischen 35-jährigen ARA die Grenzwerte, doch vereinzelt kam es bei der veralteten ARA Basel weiterhin zu Überschreitungen. So hatte es im gereinigten Wasser zu viele ungelöste Stoffe und zu viel gelösten organischen Kohlenstoff. Mikroverunreinigungen und Stickstoff hat diese ARA ebenfalls nicht ausreichend im Griff.

2024 wieder gesetzeskonform

Gelöst werden sollen diese Probleme mit der seit längerem ins Auge gefassten Erweiterung der ARA. Das Vorprojekt dafür soll nun noch 2015 vorliegen. Der Grosse Rat und der Landrat - auch Baselbieter Abwässer gehen in diese Anlagen - sollen 2016 entscheiden. Fertig sein sollen die neuen Anlageteile indes erst 2024.

Die ARA Chemie hatte 2014 derweil 35 Prozent weniger organischen Kohlenstoff in der Schmutzfracht zu bewältigen. Hintergrund davon seien Produktionsstilllegungen und -Verlagerungen, hiess es. So konnte diese ARA eine Entfärbungsstufe und zwei von drei biologischen Reinigungsstufen ausser Betrieb nehmen.

Partner der ProRheno AG sind die beiden Basel sowie die Firmen Huntsman, Roche, Novartis, BASF und Syngenta.

Die Schlammverbrennungsöfen belieferten das Fernwärmenetz im vergangenen Jahr mit einer Heizleistung von rechnerisch 5300 Wohnungen. Das neue Mischwasserrückhaltebecken funktioniert: Damit sank die Dauer der Regenentlastungen des ARA-Zulaufs ungeklärt in den Rhein von früher 140 bis 180 Stunden auf noch 43 Stunden.