Öffentlicher Verkehr

Weniger Einnahmen trotz mehr Fahrgästen im TNW

Der TNW kommuniziert den Geschäftsabschluss 2019.

Der TNW kommuniziert den Geschäftsabschluss 2019.

Der Tarifverbund Nordwetstschweiz (TNW) hat 2019 trotz eines Zuwachses bei den Fahrgästen weniger eingenommen. Grund dafür war ein Rückgang bei den Abonnementsverkäufen, der durch Mehrverkäufe von Einzelbilletts nicht wettgemacht werden konnte.

Der TNW verzeichnete 2019 mit Einnahmen von 245,1 Millionen Franken einen Rückgang um 2 Millionen, wie der Tarifverbund im öffentlichen Verkehr am Donnerstag mitteilte. Dies sei in erster Linie auf die Abnahme der Abonnementsverkäufe um 2,9 Millionen Franken zurückzuführen. Die Mehreinnahmen beim Verkauf von Einzelbillets um 0,9 Millionen Franken konnten den Verlust nicht wettmachen.

Etwas besser sieht es aus, wenn die direkt an die Transportunternehmen verteilten Einnahmen aus den Generalabonnements und dem direkten Verkehr einbezogen werden: Die so berechneten Einnahmen gingen um eine Million auf 266,7 Millionen Franken zurück. Dies widerspiegle den steigenden Anteil an den Nutzern von Generelabonnements im TNW-Gebiet, heisst es in der Mitteilung.

Im Jahr 2019 wurden im TNW 243,1 Millionen Fahrgäste transportiert, das sind knapp eine Million mehr als im Vorjahr. Die zurückgelegten Personenkilometer betrugen rund 1160 Millionen, was einer Zunahme um 8,6 Millionen Kilometer oder 0,75 Prozent entspricht.

Der TNW hat im Berichtsjahr den Gültigkeitsbereich des U-Abos probeweise auf die grenznahen Städte und Gemeinden des deutschen Regio Verkehrsververbunds Lörrach ausgeweitet. Seit Dezember 2019 werden die jeweiligen Abonnements für eine zweijährige Probephase gegenseitig anerkannt.

Schrittweise wieder hochfahren

Das angelaufene Jahr 2020 war bislang stark von den ausserordentlichen Lage im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie geprägt. Der öffentliche Verkehr musste Ende März auf ein Grundangebot reduziert werden. Das Angebot werde nun schrittweise wieder hochgefahren, heisst es in der Mitteilung. Ab 11. Mai gelte wieder der normale Fahrplan - allerdings vorerst ohne Nachtnetz.

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