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Weniger Kosten: Basler Veranstalter profitieren von besserer Stromnetzinfrastruktur

(Symbolbild)

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Veranstalter von Anlässen auf öffentlichem Grund In Basel müssen künftig deutlich weniger für den Bezug von elektrischem Strom bezahlen als bisher. Möglich machen will dies die Regierung mit Massnahmen, die insgesamt 7,5 Millionen Franken kosten.

Gemäss der am Freitag veröffentlichten Vorlage soll in den nächsten Jahren die Stromnetzinfrastruktur auf häufig bespielten öffentlichen Plätzen ausgebaut werden. Als erster von vorerst elf geplanten Standorten soll 2019 der Barfüsserplatz aufgerüstet werden.

In einer ersten Etappe sollen auf Kosten der Industriellen Werke Basel(IWB) den Veranstaltern automatisierte Verteilkästen zur Verfügung gestellt werden. In einem zweiten Schritt folgen auf den öffentlichen Plätzen zusätzliche feste Stromanschlüsse, wie aus dem Ratschlag hervorgeht.

Als dritte Massnahme sollen Bereitstellungsaufwendungen, die bisher von den IWB getragen wurden, vom Kanton Basel-Stadt mit jährlich 230'000 Franken abgegolten werden. Dadurch können die den Veranstaltern verrechneten Gebühren ebenso gesenkt werden wie der Installationsaufwand durch Elektrofirmen, der ebenfalls von den Veranstaltern bezahlt werden muss.

Anschlussgebühren im Schnitt 39 Prozent tiefer

Mit den geplanten Massnahmen erfüllt die Regierung Forderungen, die in Vorstössen aus dem Grossen Rat erhoben worden waren. Die Anschlussgebühren stünden in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Stromkosten und würden die Budgets der Veranstalter unverhältnismässig belasten, wurde im Parlament kritisiert.

Nun sollen die Anschlussgebühren für die Veranstalter gemäss der Vorlage im Durchschnitt um 39 Prozent sinken. Die minimale Entlastung beträgt 4 Prozent, die maximale 55 Prozent.

Bei den 7,5 Millionen Franken, die das Kantonsparlament bewilligen muss, handelt es sich um eine Abgeltung an die IWB. 5,2 Millionen entfallen auf die Erweiterung der festen Strominfrastruktur auf den öffentlichen Plätzen. 2,3 Millionen Franken sind für den Bereitstellungsaufwand in den nächsten zehn Jahren vorgesehen.

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