Bilanz
Weniger Publikum – dafür kaum Zwischenfälle an der Basler Fasnacht

Das Niveau der Sujets war dieses Jahr ziemlich hoch – Organisatoren und Behörden ziehen eine positive Fasnachtsbilanz.

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Die Basler Mittwoch Gesellschaft mit dem düsteren Sujet «Morta Bella».

Die Basler Mittwoch Gesellschaft mit dem düsteren Sujet «Morta Bella».

Martin Töngi

Die Bilanz der Organisatoren und Behörden zur Fasnacht fällt positiv aus. «Unter dem Strich verliefen die drei Tage aus der Sicht der Kantonspolizei Basel-Stadt und der Sanität Basel im Vergleich eher ruhig», sagt Martin Schütz, Sprecher des Justizdepartements. An der Einsatzzentrale seien rund ein Dutzend Schlägereien und Tätlichkeiten gemeldet worden. Trommeln wurden in diesem Jahr keine gestohlen, dafür mehrere Larven und auch drei Piccolos.

Möglicherweise finden einige davon noch den Weg über das Fundbüro zu ihrem rechtsmässigen Besitzer. Dort wurden bis Donnerstagabend vier Piccolos, drei Larven und drei Drummelschlegel abgegeben. «Erfahrungsgemäss werden aber in den nächsten Tagen noch mehr Gegenstände bei uns eintreffen», sagt Dieter Hofbauer, stellvertretender Leiter des Einwohneramts. So sei in diesem Jahr auch noch keine Trommel im Fundbüro abgegeben worden, dies sei in anderen Jahren meistens der Fall.

231 abgeschleppte Velos

18 Kinder verloren zeitweise ihre Eltern und wurden auf dem Posten betreut, genau wie vier Personen, die dort ihren Rausch ausschlafen mussten. Die Sanität musste 46-mal in Zusammenhang mit der Fasnacht ausrücken. Ausserdem schleppte die Polizei 12 Autos und 231 Velos ab.

Comité zieht positive Bilanz

Comité-Obmann Christoph Bürgin zeigt sich einige Stunden nach dem Ändstraich sehr zufrieden. «Wir hatten Glück mit dem Wetter, insbesondere wenn man an die Stürme von letzter Woche denkt – auch wenn es zeitweise sehr kalt war.» Die fehlende Sonne und die kalten Temperaturen hätten wohl dafür gesorgt, dass am Cortège weniger Volk auf den Strassen und Gassen unterwegs war.

In Zahlen lässt sich dies kaum belegen, ein Indiz wären die Blaggedden-Verkäufe – doch die behält das Comité für sich. «Es ist eines der letzten Geheimnisse in Basel. Aber so viel können wir verraten: Schlecht sind die Verkaufszahlen nicht.»

Zudem sei das Niveau der Sujets in diesem Jahr besonders hoch gewesen: «Bissiger geht es kaum, wie mit aktuellen Themen umgegangen wurde», sagt Bürgin.

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