1 Zigarettenpreise sind gesunken

Frohe Botschaft für alle Raucher: Das Zigi-Päckli ist 2016 günstiger geworden. Im Schnitt kostete es 8.01 Franken. 2015 lag der Preis noch bei 8.20 Franken und damit auf einem Allzeithoch. Zum Vergleich: 2008 kostete ein Päckli im Durchschnitt 5.95 Franken.

2 Bier ist teils weniger teuer als Wasser

Wer 2016 in einem Basler Restaurant Mineralwasser oder Süssgetränke in der 3,3-Deziliter-Flasche (5.16 Franken) bestellte, zahlte dafür im Durchschnitt mehr als für drei Deziliter Lagerbier (5.07 Franken). Günstiger als der Hopfensaft war Mineralwasser im Offenausschank (4.71 Franken).

3 Das Schnäppchen des Jahres: Entrecôte

Und gleich noch einmal Lebensmittelpreise: Deutlich günstiger als im Vorjahr war 2016 das Entrecôte. Der Kilopreis fiel um zehn Franken von 69.15 auf 59.15 Franken. Während auch die Preise von Milch, Butter und Rahm sanken, ist die Tafel Schokolade teuer wie noch nie (1.91 Franken).

4 Esel- und Ponyschwund

Ein Überangebot an Basler Rind kann nicht der Grund für das günstige Entrecôte sein: 2015 grasten 332 Rindviecher auf Basler Weiden, nicht mehr als in früheren Jahren. Regelrecht eingebrochen ist der Bestand an Esel und Ponys: von 16 auf sieben. Dafür hat sich die Anzahl Schafe von 13 auf 29 mehr als verdoppelt.

5 Erfolgreiche Rattenbekämpfung

Die meisten Zeitreihen des Statistischen Jahrbuchs weisen die aktuellsten Zahlen für das Jahr 2015 aus. So auch für die Rattenbekämpfung. Letztes Jahr erwischten Basels Rattenjäger 56 Herden bei zehn Begehungen.

6 Hunde werden weniger

Keine Angst vor Jägern brauchen die Basler Hunde zu haben. 4799 Exemplare zählten die Statistiker 2016. Der Hundebestand hat in den vergangenen Jahren leicht abgenommen: 2004 lag er noch bei 5046.

7 Zolli: Mehr Tickets verkauft, weniger Besucher gezählt

Um bei den Tieren zu bleiben: Der Zolli verkaufte 2015 leicht mehr Billette (412 061) und Abos (29 405) als im Vorjahr. Die Besucherzahl halbierte sich jedoch fast von knapp zwei auf eine Million – aber nur scheinbar. Die Statistiker klären auf: «Seit 2015 können die Eintritte von Abonnementsbesitzern durch das elektronische Zugangssystem exakt ermittelt werden. Mit der bis dahin angewendeten Zählweise wurde die Besucherfrequenz deutlich zu hoch geschätzt.»

8 Rückgang bei U-Abos

63 158 Baslerinnen und Basler bezogen 2015 ein subventioniertes Umweltschutzabonnement. Das waren über 3500 weniger als 2014 und ist der tiefste Wert der letzten zehn Jahre.

9 Über tausend Unfälle auf Basler Strassen

1126 Mal knallte es 2015 auf den Basler Strassen. Der Sachschaden aller Unfälle belief sich auf rund 6,2 Millionen Franken.

10 Jeden zweiten Tag brennt es

Punkto Feuer gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: In Basel brannte es 2015 total 177 Mal und damit im Durchschnitt fast jeden zweiten Tag. Die gute: In der Tendenz brennt es seltener. 2006 führte die Statistik noch 374 Brandfälle auf.

11 Der Wohnungsbau boomt

Seit 1981 wurden nie mehr so viele Wohnungen gebaut wie 2015: 788 waren es an der Zahl. Zum Ergebnis massgeblich beigetragen haben drei grössere Überbauungen auf dem Areal Erlenmatt West. Insgesamt zählte Basel Ende 2015 fast 108 000 Wohnungen. Leer standen 361. Gemäss neueren Zahlen des Statistischen Amts waren dieses Jahr leicht mehr Wohnungen unbesetzt: 452 oder 0,4 Prozent. Die Statistik weist auch die Anzahl Bewohner pro Wohnungsgrösse aus. So waren in Basel sechs Ein-Zimmer-Wohnungen von sechs oder sogar mehr Menschen bewohnt. Hingegen lebten 906 Personen alleine in einer Wohnung mit sechs oder mehr Zimmern.

Das Quartier Erlenmatt West, hier noch als Visualisierung.

Das Quartier Erlenmatt West, hier noch als Visualisierung.

12 Baby-Rekord

Die Geburtenzahl knackte im Jahr 2015 erstmals in den letzten zehn Jahren die Zweitausendermarke. Exakt 2065 Babys erblickten das Licht der Welt. Die meisten Kinder werden ihren Geburtstag künftig im September feiern (192), am wenigsten im März (155). Grösser ist die Schere, wenn man die Geburten nach Wohnviertel sortiert: 224 Babys wohnen im Gundeli und nur zehn in Bettingen.

13 Seltene Berufe

Aus den Basler Buschis soll dereinst auch etwas werden. Wie wärs mit Ofenbauer, Messerschmied oder Fleischfachmann, früher Metzger? Oder darf es eine Lehre zur Vergolderin/Einrahmerin sein? Auf viele Lehrlingskollegen könnten sie jedenfalls nicht hoffen: 2015 arbeitete in diesen Berufen je ein Lehrling. Am beliebtesten war die Ausbildung zur Fachkraft Betreuung (680).

14 Runde Marke knapp verpasst

199 030 Menschen wohnten 2015 in Basel. Das ist kein Rekord: In den 1970er-Jahren hatte der Kanton fast 235 000 Einwohner.

15 Starker Jahrgang

Der häufigste Jahrgang aller Baslerinnen und Basler ist 1986.

16 Private produzieren weniger Abfall

Basels Einwohner haben so wenig Abfall entsorgt wie lange nicht mehr: 31 133 Tonnen. Dafür fiel in der Industrie mehr Kehricht an. Daneben rezyklierte jeder Basler im Schnitt 124 Kilogramm Grünabfälle, Papier und Weiteres.

17 Minusrekord im Minusbereich

2015 gab es erstmals seit mehr als 30 Jahren keinen Eistag. An Eistagen liegt die Maximaltemperatur unter 0 Grad Celsius. Auch die Anzahl Frosttage lag weit unter dem Normalwert. Dafür fiel der Sommer überdurchschnittlich heiss aus mit 32 Hitzetagen (Normalwert: 9,8).