Schulen
Wenn ganze Klassen ausfallen: Unterricht soll via Skype oder E-Mail geführt werden

Im Baselbiet werden Schulleiter aufgefordert, sich auf Fernunterricht vorzubereiten. In der Stadt sammeln Eltern Unterschriften für die Schliessung aller Schulen.

Kelly Spielmann
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Damit es nicht zum Fernunterricht kommen muss: Basel-Stadt stellt den SeifenBoss vor.

Damit es nicht zum Fernunterricht kommen muss: Basel-Stadt stellt den SeifenBoss vor.

Kenneth Nars

Nachdem das Bundesamt für Gesundheit (BAG) seine neue Corona-Strategie kommuniziert hat, ziehen nun auch die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) Baselland sowie das Erziehungsdepartement Basel-Stadt nach. Sie haben am Donnerstag die neuen Regelungen für Schulen kommuniziert.

Im Baselbiet erhielten Schulleitungen dazu ein Begleitschreiben, das der bz vorliegt. In diesem wird empfohlen, dass sich Schulen auf Abwesenheiten von Einzelpersonen sowie den Ausfall ganzer Klassen vorbereiten. «Sollten eine oder mehrere dieser Situationen eintreten, soll der Schulbetrieb pragmatisch, stufengerecht und im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten sichergestellt werden können», heisst es im Brief. Doch wie soll das funktionieren?

Therwiler Schulleiter nimmt es gelassen

Auch während einer Selbst-Quarantäne sollen die Schüler noch am Unterricht teilnehmen können, wie Fabienne Romanens, Mediensprecherin der BKSD, sagt. Es seien etwa Videokonferenzen möglich, so Romanens. «Die BKSD steht in direkten Kontakt mit den kantonalen Schulen und bietet technischen Support, wo nötig.»

Die Notwendigkeit dafür sieht Jürg Lauener, Schulleiter der Sekundarschule Therwil und Co-Präsident des kantonalen Schulleiterverbands, zurzeit nicht. «Wir nehmen es gelassen und beurteilen die Lage von Fall zu Fall neu.» Es sei zwar möglich, dass eine ganze Klasse ausfalle, dann könne man aber im Austausch bleiben. Schwieriger wäre es, wenn viele Lehrer ausfallen. «Dann würden wir uns an die BKSD wenden und weitere Schritte gemeinsam besprechen», sagt er.

Ein Szenario wie dieses soll verhindert werden – in beiden Basel finden daher bis zu den Frühlingsferien keine Lager und Reisen statt. Die neuen Regeln bringen aber auch gute Nachrichten: So informieren beide Kantone, dass alle Schüler, die sich in den zuvor als Risikogebieten geltenden Regionen aufgehalten haben, ab kommendem Montag wieder zur Schule zurückkehren können. Dies, weil das BAG die Quarantänezeit auf fünf Tage reduziert hat. Damit scheinen nicht alle Eltern einverstanden. In Basel fordert eine Petition mit knapp 250 Unterschriften, dass Schulen, Kindergärten und Spielgruppen ganz geschlossen werden.