Muba
Wenn Kinder an der Muba als Cyberagenten unterwegs sind

Im Schnitt kann damit gerechnet werden, dass ein Kind im Internet-Chat nach drei Minuten von einem Pädophilen belästigt wird. Im Netcity-Bus an der Muba können die Kinder einen sicheren Umgang mit der virtuellen Welt erlernen.

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Kinder an der Muba als Cyberagenten
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Im Cyberbus lernen die Kinder die Gefahren des Internets kennen.
Surfen ja - aber bitte sicher.
Spielerisch Sicherheit erlernen.

Kinder an der Muba als Cyberagenten

Bloggen, chatten, twittern - viele Eltern verstehen nur Bahnhof, wenn sie versuchen, die medialen Welten zu begreifen, in denen sich ihre Kinder bewegen. Doch auch die Kinder selbst, wissen oft nicht genau, wie gefährlich das Internet sein kann. Gerade in Chats, wo sie wildfremde Menschen ansprechen können.

Um den Kleinen spielerisch den sicheren Umgang mit dem Netz zu vermitteln und gleichzeitig auch die Eltern zu informieren, fährt der grün-lila Netcity-Bus der Stiftung Kinderschutz durch die Schweiz - und macht auch an der Muba in Basel halt.

Gedanken- oder Actionspiele

Im Bus mit 12 Notebook-Arbeitsplätzen nehmen 9-12 Jährige Kinder Platz und klicken rein in das kostenlose Onlinespiel. Und so geht: Sie melden sich an, wählen die Spielfigur, den so genannten Avatar, aus, staffieren diesen individuell ausund los geht das Abenteuer.

Schweizweite Kampagne

Action Innocence und die Stiftung Kinderschutz Schweiz lancierten zusammen die Kampagne zur Internet-Prävention. Herzstück ist das Online-Präventionsspiel netcity.org. Das Kampagnenteam tourt mit einem Bus in den Farben des Spiels durch die ganze Schweiz. Im Rahmen eines 90-minütigen Animationsmoduls können die Kinder das Spiel erforschen. Ausgebildete Animateure stehen den Kindern bei Fragen zur Seite.

Bevor die Kinder auf netcity.org richtig ins Spiel eintauchen können, müssen sie sieben Prüfungen bestehen. Dabei geht es um den Umgang mit personenbezogenen Daten, anstössige Inhalte, das Treffen von Verabredungen im Internet und darum, wie man mit sexuellen Anfragen umgeht. Auch zum Umgang mit Fotos und der eigenen Privatsphäre sowie derjenigen der anderen gibt es Tests.
Auch das Thema Mobbing wird angestossen. Die Kinder lernen auch, dass Informationen aus dem Internet nicht einfach ungeprüft übernommen werden sollten.

«Manchmal ist es schwierig, aber es ist lustig»
Die Online-Tests bei netcity.org sind keine trockenen Multiple-Choice-Abfragen. Die Kinder können jeweils auswählen, ob sie die Prüfungen mit einem Gedanken- oder einem Actionspiel absolvieren wollen.

«Das macht mir Spass. Manchmal ist es schwierig, aber es ist lustig», findet die 10-jährige Lisa. Und der 12-Jährige Nicolas meint: «Wir lernen, was für uns im Internet nicht gut ist. Das Spiel zeigt uns, was wir machen sollen und was nicht.» (jep)