Hallenspringturnier
Wenn Pferde in Basel die Hotelbetten füllen

Die heute startende sechste Ausgabe des höchstdotierten Hallenspringturniers der Welt hat positive Auswirkungen auf das Standortmarketing der Stadt.

Céline Feller
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Die Zuschauer des CSI Basel dürfen sich auf ein Stelldichein der kompletten Weltelite im Springreiten freuen – hier Pius Schwizer bei seinem Auftritt im Vorjahr

Die Zuschauer des CSI Basel dürfen sich auf ein Stelldichein der kompletten Weltelite im Springreiten freuen – hier Pius Schwizer bei seinem Auftritt im Vorjahr

Ab heute blickt die Welt des Elite-Reitsports nach Basel. Bis und mit Sonntag findet in der St. Jakobshalle die sechste Ausgabe des Weltklasse-Springturniers CSI Basel statt. 90 nationale und internationale Reiterinnen und Reiter kämpfen mit 280 Spitzenpferden um ein Preisgeld von 741'000 Franken.

Doch der Event ist nicht nur für die teilnehmenden Reiter ein lukrativer und reizvoller Anlass, sondern auch für die Stadt Basel und deren Standortmarketing. Der CSI ist nicht umsonst seit 2012 einer der Top-Sieben-Events der Stadt, neben den anderen Grossanlässen wie der Art, der Baselworld, der Muba, dem Tattoo, den Swiss Indoors und der Baloise Session. Dass es der CSI in diese Auswahl geschafft hat, begründet Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing im Kanton Basel-Stadt, wie folgt: «Der CSI ist zum einen ein international gut besetzter Anlass, der aufgrund seines Publikums grosse Anziehungskraft geniesst. Zudem ist es ein hoch dotiertes Fünf-Sterne-Turnier, weshalb der CSI auch eine grosse internationale Ausstrahlung hat.»

In die Beurteilung fliessen das Gesamtbudget einer Veranstaltung, die mediale Aufmerksamkeit und die Imagewerbung, welche sie für den Standort Basel generiert, ein.

Trotz seiner internationalen Ausstrahlung geniesst der CSI jedoch in der breiten Öffentlichkeit, verglichen mit den anderen Top-Events, nicht so grosse Aufmerksamkeit. Wird er gar unterschätzt? Horvath verneint: «Der CSI ist zwar noch ein junger Anlass, hat sich aber bereits gut etabliert.»

Für das Standortmarketing ist vor allem der Zeitpunkt des Events äusserst wertvoll: «Der Anlass findet im Januar statt und generiert dadurch in einem touristisch eher schwachen Monat zusätzliche Übernachtungen.» Dieser Aussage pflichtet auch Christoph Bosshardt, Marketingleiter von Basel Tourismus, bei: «Der Zeitpunkt Anfang Januar ist ideal.» Horvath spricht dabei von mehreren hundert Übernachtungen. Die Gäste stammen dabei meist aus dem Ausland: «Natürlich spricht der Reitsport eher ein Fachpublikum an, lockt damit aber gleichzeitig viele Leute aus dem Ausland nach Basel. Der CSI ist für uns ein Anlass von nationaler Bedeutung mit internationaler Ausstrahlung.»

Beispiel der Vielfältigkeit

Diese internationale Ausstrahlung nützt das Standortmarketing insbesondere auch, um zu zeigen, dass Basel mitnichten nur eine Stadt des Fussballs und des Tennis ist, und um seine Bekanntheit über die Grenzen hinaus zu steigern: «Der CSI trägt Basel in seinem Namen, das ist gute Standortwerbung.» Ausserdem unterstreiche dieser Anlass die Vielfalt der Sportstadt Basel, welche sich neben dem Reitsport mit den renommierten Sportarten wie Fussball und Tennis auszuzeichnen vermöge. «Der CSI macht deutlich, wie breit das Angebot an hochkarätigen Sportveranstaltungen in Basel ist», so Horvath.