Gewerkschaften
Wer ist denn heute noch ein richtiger «Arbeiter»?

Die Gewerkschaften verstehen sich heute als Vertreter der Lohnabhängigen - doch wer ist das nicht? Auch ein Manager ist lohnabhängig, einfach mit speziellen Bedingungen. «Traditionelle Arbeiter» jedoch werden immer seltener.

Stefan Schuppli
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Wer ist noch wirklich «Arbeiter»?

Wer ist noch wirklich «Arbeiter»?

Keystone

Der traditionelle Fabrikarbeiter wird immer seltener, besonders in Basel. Die Chemisch-Pharmazeutische Industrie produziert hier nur noch minimal, die Produktion wurde verlagert. Industriell produziert wird vor allem im Fricktal.

Laut der Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz sind von den 284'000 Vollzeitstellen in der Region:

• 59'000 in der Industrie, die Hälfte davon in der Chemie/Pharma. Die Mehrheit ist aber in der Administration und Forschung zu finden. Tonangebend sind weiter die Maschinenindustrie (6000) sowie die Präzisionsinstrumente- und Medizinaltechnik (8000).

• 84'000 Stellen im Dienstleistungssektor (unter anderem Transport: 14000, Banken und Versicherungen je 7000, Grosshandel: 10000, Grossverteiler 6000).

• 89'000 Stellen im Gewerbe, wobei auf den Bau 31 000 Stellen entfallen und auf den Fachhandel und das Gastgewerbe je 11 000 Stellen.

• 48'000 Stellen im öffentlichen Dienst.

• 4000 in der Landwirtschaft.

«Wirkliche» Arbeiter sind also vorab in der Landwirtschaft, im Gewerbe und teilweise in der Industrie zu finden. Das dürfte gemäss einer groben bz-Schätzung etwa ein Viertel der Beschäftigten sein.

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