Kürung

«Who is Who in Basel»: Die prominentesten Köpfe der Region stehen fest

Noch vor einem Jahr war nur jede vierte Person eine Frau. (Archivbild / Who is Who 2016)

Noch vor einem Jahr war nur jede vierte Person eine Frau. (Archivbild / Who is Who 2016)

Jünger und weiblicher: Im neuen «Who is Who in Basel» finden sich zahlreiche neue Gesichter.

Jedes Jahr werden sie gekürt, nun ist es wieder so weit: Das Magazin «Who is Who in Basel» hat die 200 prominentesten Persönlichkeiten der Region ausgewählt. Der bz liegt die Auflistung bereits vor der Publikation vor. Ziel des Magazins ist es, Personen auszuwählen, die durch besondere Leistung aufgefallen seien, sagt Herausgeber und Autor Fabian Schwarzenbach.

Besonders in der Geschlechterfrage zeigt sich ein Wandel. Mittlerweile finden sich rund siebzig Frauen unter den Auserwählten. «Damit bilden wir die heutige Gesellschaft gut ab, obwohl wir nicht bewusst darauf geachtet haben», so Schwarzenbach. Noch vor einem Jahr war nur jede vierte Person eine Frau.

Keine Überraschungen gibt es bezüglich der Geschlechterverteilung in den einzelnen Sparten: In den Kategorien Kultur, Lifestyle, Politik und Kommunikation sind die Frauen gut vertreten, ganz im Gegensatz zu Wirtschaft, Sport, Start-ups und Fasnacht. Auffällig ist auch, wie viele neue und junge Personen es ins Verzeichnis geschafft haben. Besonders bei den Basler Start-ups habe er eine wahnsinnige Vielfalt festgestellt, so Schwarzenbach. «Es ist faszinierend, wie viele neue Ideen mir zugetragen wurden.»

Grosse Auswahl an Nachwuchstalenten

An die 450 Vorschläge hat die Who-is-Who-Redaktion erhalten und durchleuchtet. «Dabei sind wir auf viele Personen gestossen, von denen wir zuvor noch nicht gehört hatten», so Schwarzenbach. Zu den Newcomern gehört beispielsweise die Klimaaktivistin Marie-Claire Graf, das Tennistalent Joanne Züger oder der erst dreizehnjährige Tischtennis-Schweizer-Meister Timothy Falconnier.

Insgesamt sei die Auswahl an Nachwuchstalenten sehr gross gewesen. Zu den spannendsten Exponenten bei den Start-ups gehören Simon Ittig, Claire Barton und Christoph Kasper. Mit ihrem Biotechunternehmen T3 Pharmaceuticals arbeiten sie an der gentechnischen Veränderung von Bakterien, um Therapien gegen Krebs zu entwickeln. Seit zwei Jahren ebenfalls zur Liste gehören die prägendsten Influencerinnen der Region, wobei hier generell eine Abnahme zu verzeichnen ist.

Die FCB-Mannschaft steht jedes Jahr zur Debatte

Wie jedes Jahr finden sich unter den Persönlichkeiten auch altbekannte Promis wie Roger Federer, Tanja Grandits oder Arthur Cohn. Es sei innerhalb der Rubriken stets ein Abwägen zwischen den berühmtesten Personen und jenen mit grossem Potenzial, so Schwarzenbach. Gerade beim FCB stelle sich jeweils die Frage, wer es in die Auswahl schaffe. Fast die ganze Mannschaft stehe jeweils zur Debatte, «aber wir wollen und können uns nicht immer vom FCB leiten lassen.» Dieses Jahr hat sich die Redaktion für den neuen Captain Valentin Stocker entschieden, nachdem sie letztes Jahr noch Trainer Marcel Koller gewürdigt hatte.

Generell schätzt Schwarzenbach das Schaffen in der Region als vielversprechend ein. Es gebe keinen Grund zu falscher Zurückhaltung, auch wenn in Basel häufig Bescheidenheit gepredigt werde: «Es gibt so viele talentierte Leute in der Region. Wir dürfen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen», so Schwarzenbach.

Der Herausgeber veröffentlicht jeweils auch eine Auflistung der prominentesten Zürcher Persönlichkeiten. Und er zeigt sich überzeugt: «Wir stehen den Zürchern in nichts nach.»

 

«Who is Who in Basel 2020»
15 Franken, www.ww-magazin.ch

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