Hygiene
Widerliche Hallenbäder: 14 Prozent der Proben überschreiten Toleranzwerte

Das Badewasser in Gemeinschaftsbädern in Basel-Stadt ist nicht immer in Ordnung: Das Kantonslabor hat 14,2 Prozent der zwischen Dezember 2011 und November 2012 erhobenen 189 Proben beanstandet. Chemie machte dabei doppelt so oft Probleme wie Keime.

Merken
Drucken
Teilen
Das Kantonslabor kontrollierte 24 Hallenbäder. 14 Proben überschritten Toleranzwerte. zvg/dave joss

Das Kantonslabor kontrollierte 24 Hallenbäder. 14 Proben überschritten Toleranzwerte. zvg/dave joss

Kontrolliert hat das Kantonale Laboratorium 24 verschiedene Hallenbäder, von Wellness-Centers über Therapie- bis öffentliche Bäder. Einwandfrei waren 66 Prozent der Proben, während bei 14 Prozent die chemischen und bakteriologischen Werte ausserhalb des Toleranzbereiches lagen, und 3 Prozent enthielten zuviel Harnstoff.

Zu hohe Keimzahlen wiesen 5 Prozent der Proben auf, wie das Kantonslabor am Dienstag mitteilte. Unter anderem wurden einmal Pseudomonas (Erreger von Bindehaut- und Ohrenentzündungen) gefunden. Die chemischen Vorschriften insbesondere zu Chlor wurden bei zehn Prozent nicht eingehalten.

Punkto Qualitätssicherung schnitten die 24 Anlagen unterschiedlich ab: Als statistisch "unbefriedigend" wurden vier private und ein öffentliches Bad taxiert, "verbesserungswürdig" seien fünf öffentliche und ein privates Bad. Bei nicht eingehaltenen Toleranzwerten sind die Betreiber zum Handeln verpflichtet.