Referendum

Widerstand gegen Museums-Neubau: Nun muss das Basler Volk entscheiden

Das Referendum gegen den geplanten Neubau von Naturhistorischem Museum und Staatsarchiv ist zustande gekommen. Das 225-Millionen-Projekt soll beiden zeitgemässe und ausreichende Räumlichkeiten bieten.

Die Basler SVP und ihre Mitstreiter haben es geschafft. Das Referendum gegen den geplanten Neubau von Naturhistorischem Museum und Staatsarchiv ist zustande gekommen. Das 225-Millionen-Projekt soll beiden zeitgemässe und ausreichende Räumlichkeiten bieten. Der Grosse Rat hatte dem Vorhaben Mitte Januar deutlich zugestimmt.

Noch aber ist es nicht soweit. Für das angekündigte Referendum seien einige Hundert mehr als die benötigten 2000 Unterschriften zusammengekommen. Umstritten sind nicht nur die Baukosten, sondern auch die deutlich steigenden Betriebskosten sowie der Standort beim Bahnhof St. Johann.

Zudem: Mit dem Entscheid stünden in der Basler Museumslandschaft in den nächsten Jahren Investitionen von rund einer halben Milliarde Franken an, hatten vorab SVP und FDP argumentiert. Das sei es wert, dass die Bevölkerung das letzte Wort dazu hat.

Klar für den Neubau tritt das links-grüne Lager ein, aber auch die LDP. Aufgrund der heute unbestritten unbefriedigenden Situation in Museum und Staatsarchiv sei der Neubau alternativlos, finden die Grünen. Die LDP wiederum verweist auf Einsparungen, wenn externe Lagerstandorte aufgehoben werden können. Auch wäre eine Ablehnung des Projekts „ein Rückschritt auf Feld Eins“, geben die Liberalen zu bedenken.

Am Freitag sollen die Unterschriften an die Staatskanzlei übergeben werden. Bereits im Mai könnte die Vorlage an die Urne kommen.

Autor

Daniel Ballmer

Daniel Ballmer

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