Basler Wahlen

Wie es die Basler Regierungsrats-Kandidaten mit dem Kiffen halten

Die Mehrheit der Regierungsratskandidaten hat nie gekifft. (Symbolbild)

Die Mehrheit der Regierungsratskandidaten hat nie gekifft. (Symbolbild)

Schon mal gekifft? An die 40 Prozent der Schweizer und Schweizerinnen haben es schon mal getan. Auch die Kandidaten, die in die Basler Regierung wollen? Ja. Geschmeckt hat es offenbar nur einem, Christoph Haller von der FDP.

«Haben Sie schon mal gekifft?»: So lautet Frage Nummer 10 im Fragebogen, den die «Basler Zeitung» den elf Kandidierenden für den Basler Regierungsrat vorgelegt hat. Die Antwort: 5 der 11 Kandidaten haben es schon ausprobiert. Und flüchten sich dann aber gleich in Entschuldigungen, ganz im Stil von Bill Clinton.

SP-Regierungsrätin Eva Herzog hat nachher «nur gehustet», SP-Mann Hans-Peter Wessels sagte es «nicht viel», Christoph Brutschin (SP) wurde es speiübel, als er es vor 30 oder 40 Jahren mal probiert hat. Und auch FDP-Kandidat Baschi Dürr war danach «grauenhaft schlecht». Einzig Christophe Haller (FDP) blieb standhaft: Er hat als Jugendlicher ab und zu gekifft und danach auch nicht gekotzt. Und auch keinen Schaden genommen.

Pasta, Risotto, Reste

Was die Kandidierenden sonst noch von sich Preis geben: Sie weinen kaum und wenn dann am ehesten an Abdankungen, Kochen ist nicht ihre Stärke und wenn sie doch mal am Herd stehen, dann gibt es Pasta, Risotto oder Reste (Baschi Dürr). Ausnahme ist Guy Morin: «Ich koche gut und sehr gerne», sagt der Regierungspräsident.

Die Mehrheit der Kandidaten gibt auch an zu beten. Nur Dürr, Herzog und Wessels machen es nie. Interessant auch, wen die Basler Politiker als Vorbilder nennen. Christoph Eymann ist von Grossrätin Marie-Agnes Massini schwer beeindruckt, bei Hans-Peter Wessels ist es der ehemalige Präsident Südafrikas, Nelson Mandela, Chirstoph Brutschin gibt den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Helmuth Schmidt an, für Guy Morin ist es Daniel Cohn-Bendit, Patrick Hafner wurde von den Bundesräten Rudolf Gnägi, Kurt Furgler und Adolf Ogi geprägt, Baschi Dürr haben Vaclav Havel und Karl Popper beeindruckt und Christoph Haller schliesslich nennt Winston Churchill als sein Vorbild. (rsn)

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