In sesselliftartigen Gondeln gleiten bis zu 140 Passagiere durch die Lüfte und fliegen virtuell über norwegische Fjorde und tags und nachts über europäische Metropolen. Es fühlt sich an wie im Helikopter, der auf eine riesige gekrümmte Leinwand mit einem Durchmesser von 21 Metern zufliegt. Spezialeffekte sorgen dafür, dass Wind, Wasser und Gerüche die Reise begleiten.

25 Millionen Euro Investition

Der neue Flugsimulator, vom Europa-Park als Flying Theater oder auch Project V bezeichnet, ist die bisher grösste Investition des Freizeitparks in ein Einzelfahrgeschäft. Laut Informationen der «Badischen Zeitung» beträgt die Investition 25 Millionen Euro – in Betrieb genommen werden soll der Simulator im Sommer 2017. Der fünf Minuten dauernde Videofilm wurden von Spezialkameras, die an den Kufen eines Helikopters befestigt waren, sowie mit Drohnen aufgenommen.

Die Entwicklung des Projekts hat drei Jahre gedauert und die Eigentümerfamilie Mack um die halbe Welt reisen lassen, um ähnliche Attraktionen in den USA, Abu Dhabi und China zu besuchen. In Europa wird das Flying Theater das erste sein.

Es befindet sich in zwei parallelen Sälen mit einer 15 Meter hohen Kuppel. Der neue Bau wird 64 Meter lang und 37 Meter breit und liegt in der bisher oft weniger frequentierten Deutschen Allee des Freizeitpark. Pro Stunde kann der Simulator 1400 Passagiere befördern.

Besucher des Europa-Parks können sich an Hand von Modellen, Videos, Illustrationen und Texttafeln über das Project V informieren. Es ist nicht das einzige grosse Vorhaben der Familie Mack. So soll voraussichtlich Ende 2018 neben dem Freizeitpark ein riesiger Wasserpark eröffnet werden – eine Investition von 140 bis 150 Millionen Euro. Dazu gehört auch ein neues Hotel mit 300 Betten.

Am 6. November schliesst der Europa-Park, um am 26. November für die Wintersaison bis Mitte Januar aufzumachen. Der Park ist dann weihnachtlich geschmückt. Der Anteil der Erstbesucher in der Wintersaison sei sogar höher als im Sommer und es würden neue Kunden gewonnen, wie Eigentümer Roland Mack in einer Medienmitteilung des Freizeitparks zitiert wird. «Gerade für ältere Besucher werde der Europa-Park so attraktiver», heisst es weiter.

Besucherrekord im Sommer

In der Sommersaison 2016 gab es trotz des schlechten Wetters im Frühjahr erstmals mehr als 4,5 Millionen Besucher. Die Betreiber sind zuversichtlich, den Rekord von letztem Jahr, der insgesamt bei 5,5 Millionen lag, mit der Wintersaison zu bestätigen oder sogar zu übertreffen. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf den Erfolg des neuen Viertels «Irland – Welt der Kinder».

Im Januar findet in einer neuen Eventhalle die Premiere der DJ Bobo Tour statt. Rund 20 Prozent der Parkbesucher kommen aus der Schweiz.

www.europapark.de