Basler Wahrzeichen
Wie kam Basel zu seinem Drämmli? – Eine Fahrt durch die Vergangenheit

Das Erste, was Touristen in Basel auffällt, sind die vielen Drämmli. Sie prägen das Stadtbild. Nun ist im Kleinen Klingental eine Ausstellung über das Basler Wahrzeichen zu sehen. Von Dante Schuggi und vergessenen Tramlinien.

Olivia Meier
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Wie Basel zum Trämmli kam
5 Bilder
Das elektrische Tram kommt nach Allschwil, 1905 Staatsarchiv Baselland
Ein verdutztes Pferd, 1949 Staatsarchiv Basel-Stadt, PD-REG 12e 3 (1) 6
Vergessende Tramlinien, 1966 Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 1-3032 1
Dante Schuggi lebt, 1972 Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 1-5642 1

Wie Basel zum Trämmli kam

Staatsarchiv

Mit dem Anschluss Basels an das Eisenbahnnetz und mit der Industrialisierung begann die Stadt zu wachsen. Die Zeit schien schneller zu laufen und die Bevölkerung musste mithalten. Die Nachfrage nach einem Transportmittel innerhalb der Stadt stieg: 1881 wurde von einem privaten Betrieb also ein schienenloses Rösslitram auf die Strassen gebracht.

Eine Fahrt kostete 30 Cent, was damals dem durchschnittlichen Stundenlohn entsprach. Viel zu teuer für die Arbeiterklasse. Deshalb führte die Regierung 1895 das elektrische Tram mit einer einfachen Fahrleitung ein. Schon damals waren die Basler Drämmli grün und wurden als Werbefläche genutzt. Beispielsweise für Schokolade oder Waschmittel.

Heute ist das Drämmli mit der Linie 8 nach Weil am Rhein und der Linie 3 zum Bahnhof Saint-Louis trinational. Auch sein Erscheinungsbild hat sich stark geändert. Die modernen Tango- und Flexity-Trams fahren heute durch Basel. Im Jahr 2017 stiegen, laut dem Geschäftsbericht der Basler Verkehrsbetriebe, 130,7 Millionen Personen in ein BVB-Drämmli ein.