Mitmach-Aktion

Wie soll die neue Gasse zum Barfi heissen?

Dank des Stadtcasino-Neubaus entsteht zwischen Barfi und Steinenberg ein kleiner aber feiner Durchgang. Nun ist Ihre Mithilfe gefragt! Nicole Nars-Zimmer

Dank des Stadtcasino-Neubaus entsteht zwischen Barfi und Steinenberg ein kleiner aber feiner Durchgang. Nun ist Ihre Mithilfe gefragt! Nicole Nars-Zimmer

Zwischen Barfi und Steinenberg entsteht ein neues Gässlein – bislang fehlt aber noch ein Name. Und jetzt sind Sie gefragt. Die bz sucht Ihre originellen Namensvorschläge.

Noch klafft ein riesiges Loch neben dem Stadtcasino. Doch dort werden dereinst die Besucher des Erweiterungsbaus in schicke Konzerte stöckeln. Vielleicht stehen dort auch die Pissoirs für die Openairs auf dem Barfi. Aufmerksamkeit ist der neuen Passage gewiss, die den Steinenberg mit dem Barfi verbindet. Umso sorgfältiger will der Name für eine solch prominente Gasse ausgesucht sein. «Die Nomenklaturkommission wird sich an ihrer nächsten Sitzung mit diesem Thema befassen», sagt deren Präsident Paul Haffner auf Anfrage.

Das Prozedere läuft wie folgt ab: Diese Kommission ist dem Justizdepartement angegliedert und sucht passende Namensvorschläge. «Dabei greift sie auch auf Vorschläge aus der Bevölkerung, von Institutionen oder anderen Verwaltungsstellen zurück», sagt Haffner. Eine Auswahl unterbreitet sie dann dem Vorsteher des Departements, also Baschi Dürr. Nun ist es so, dass Dürr bislang noch nicht viel Wagemut im Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen bewiesen hat. (Zur Erinnerung: Als er ein Bild für sein persönliches Büro ausschrieb, gewann der Startbildschirm der Google-Suche.)

Deswegen bedarf es nun Ihrer Mithilfe, geschätzte Leser. Wir suchen kreative Vorschläge, wie die neue Gasse dereinst heissen könnte. Senden Sie uns Ihre Idee bitte bis nächsten Dienstag 2. Mai 2017 um 12 Uhr an: verlosung@bzbasel.ch Die besten Ideen werden in einer Woche in dieser Zeitung veröffentlicht. Zudem werden wir Ihre Einsendungen bündeln und direkt dem Justizdepartement übergeben. Dieses hat versprochen, die Vorschläge zu prüfen, ein Anspruch auf Verwirklichung besteht natürlich nicht. Als Zündkerze für ihren Phantasie-Motor hat die Redaktion der bz schon einmal – zugegeben etwas halbgare – Vorschläge erarbeitet. Und nein, Roger Federer ist nicht vertreten.

1. Zaha Hadid-Gasse

Es wäre ein besonderes Zeugnis des bekannten Basler Humors, wenn der Nicht-Architektin des StadtcasinoUmbaus die neue Gasse gewidmet würde. Ihr Name ist immer noch weitum bekannt, ihr Projekt vielleicht der bekannteste nicht-realisierte Bau der Stadt.

2. Hans-Peter-Gässlein

Es wäre doch ein feiner Zug von Baschi Dürr, seinen Vorgänger und Parteikollegen als Namensgeber dieser Passage zu inszenieren. Zugeben: Das Wortspiel ist ein bisschen despektierlich. Ganz gross wäre hingegen der Mut zur Selbstironie. Für eine Dienstwagen-Allee würde vielleicht Kollege Wessels eine Ausnahme beim Verkehrskonzept machen.

3. Fasnachtsstrasse

Schon lange hegt die Bevölkerung den Wunsch nach einer Fasnachtsstrasse, gar eine Petition zu diesem Thema musste der Regierungsrat bearbeiten. In der Antwort heisst es: «In der Hauptsache stellt die Nomenklaturkommission fest, dass bekanntermassen in der Innenstadt kaum je neu zu benennende Strassen, Gassen oder Plätze entstünden, weshalb nur mit der Umbenennung einer bestehenden Örtlichkeit die Fasnacht Einzug bei den Strassennamen halten könne.» Morgenluft?

4. 1893-Weg

Ja natürlich, eigentlich ist der FC Basel ein Kleinbasler Verein. Aber in einer Regelmässigkeit, die in der ganzen Schweiz geschätzt wird, gewinnt dieser Klub ja Titel – und pflegt sie auf dem Barfi zu begiessen. Es wäre nur angebracht, die Bierseligkeit mit einem Strassenschild zu kredenzen. Als Einnahmequelle könnte der FCB dann das Namensrecht an Sponsoren vergeben und die Stadt mit einem Roche-Rain, einer Panalpina-Passerelle oder einem Bâloise-Boulevard beglücken. Dafür bleibt das Joggeli auf ewig so benannt, und der FCB reiht sich nicht ein in die schändliche Liste von Vereinen, die sich bis zum Äussersten veräusserten.

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