Gleich mehrere Vorstösse zu Velothemen werden die Basler Grossrätinnen und Grossräte nach der Sommerpause beschäftigen. Die Forderungen reichen von öffentlichen Pumpstationen über Velo-Apps bis hin zu allgemein mehr Sicherheit. Die Mitglieder der Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (Uvek) sind aber auch mit Verkehrsthemen betraut, wenn nicht gerade über ein Einzelanliegen debattiert wird. Auf die Frage, was sie sich persönlich für ein velofreundlicheres Basel wünschen, werden die Parlamentarier teils richtig fantasievoll. Der SP-Politiker Steffi Luethi-Brüderlin etwa sagt, ihm sei es egal, ob Basel auf Rang 1 liege oder nicht. Wichtiger sei es, neue Velofahrer zu gewinnen. Nebst sichereren Kreuzungen und dergleichen brauche es dafür vor allem eins: weniger Autos.

Anders sieht das Remo Gallacchi (CVP). Für ihn gibt es nur einen wirklichen Mangel: jenen an Veloparkplätzen. Raphaël Fuhrer (Grüne) hingegen fände es eine Bereicherung, wenn alle Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz duschen könnten: «Ich finde, eine Duschgelegenheit sollte in Basel-Stadt Standard sein, dann würden mehr Leute mit dem Velo zur Arbeit fahren, auch aus der Agglo.» Er bedauert ausserdem, dass es nur sehr wenige Möglichkeiten gibt, Velos auszuleihen.

Jörg Vitelli (SP) beklagt sich über die Langsamkeit der Regierung. Diese solle bei Velothemen stärker «in die Pedalen treten»: «Es wird zu viel im Freilauf gefahren.» Die Kritik von Felix Wehrli (SVP) hingegen richtet sich an Velofahrer selber: «Ich finde, Basel könnte bereits jetzt die velofreundlichste Schweizer Stadt sein. Dazu benötigt es aber auch die Velofahrerinnen und Velofahrer, die sich an die Verkehrsregeln halten und verstehen, dass es auch andere Verkehrsteilnehmer gibt», sagt er. Danielle Kaufmann (SP) hält die Tramschienen für gefährlich. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch keine taugliche Lösung geben soll, um die Schienen mit Gummi irgendwelcher Art zu füllen.»