Die kognitive Leistungsfähigkeit der Patienten verbesserte sich mit der Wii-Spielkonsole deutlicher, wie die Uni Basel in ihrem Magazin UniNova berichtet. Wii-Konsolen haben Fernbedienungen, die Bewegungen registrieren. Die Spieler bewegen sich vor einem Fernsehbildschirm mit vollem Körpereinsatz, oft gegen einen virtuellen Gegenspieler.

Peter Fuhr und Kollegen liessen die Testpersonen Wii-Spiele wie Tischtennis oder Bogenschiessen spielen und verglichen deren Effekt mit einem speziell für Parkinson entwickelten Computerprogramm, das spezifisch kognitive Fähigkeiten trainiert. Vor und nach den vierwöchigen Trainings wurden alle Probanden in fünf kognitiven Bereichen getestet.

Die Parkinsonpatienten profitierten von gewöhnlichen Spielkonsolen mindestens gleich viel wie vom krankheitsspezifischen Spezialprogramm. Im Bereich Aufmerksamkeit erzielten die Wii-Spiele sogar bessere Resultate. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal "Neurology" veröffentlicht.

Die Forscher schliessen daraus, dass Spielkonsolen eine günstige und unterhaltsame nichtmedikamentöse Ergänzung zur Medikamenten-Therapie sein könnten.