Herr Büttiker, warum ist der Margarethenstich so wichtig?

Andreas Büttiker: Das Leimental hat 60'000 Einwohner. Es gibt keine S-Bahn, nur zwei Kantonsstrassen. Das Tram hat S-Bahn-Charakter. Wir müssen alles daransetzen, dass wir attraktive Linien haben.

Der neue 17er soll zum Bahnhof SBB und zum Badischen Bahnhof fahren. Wollen das die Kunden?

Das ist ein echtes Bedürfnis. Wir haben das mit Befragungen belegt. Die Verkehrsströme haben sich in den letzten 10, 15 Jahren radikal verändert. Wir können mit der neuen Linie wesentlich mehr umsteigefreie Direktverbindungen anbieten. Passagiere hassen das Umsteigen. Wir sind überzeugt, dass wir innert kurzer Frist 500 bis 1000 neue Kunden pro Tag gewinnen.

Sie sagen: Es gibt Investitionskosten, aber keine höheren Betriebskosten?

Genau! Das ist das Reizvolle des Projekts. Wir führen lediglich eine bestehende Linie an ein neues Ziel. Das verursacht keine höheren Kosten – mit Ausnahme der einmaligen Investitionskosten. Aber wir gewinnen neue Kunden.

Und deshalb bezahlen Sie freiwillig zwei Millionen an das Projekt?

Es hat natürlich eine politische Beurteilung stattgefunden durch die Regierung des Kantons Baselland. In der Stadt waren nicht alle davon überzeugt, dass der Nutzen 50:50 ist. Für die BLT ist vor allem der Kundennutzen für die Leimentaler wichtig. Deshalb meinte der Verwaltungsrat: Wenn wir 2 Millionen beisteuern und die Projektchancen damit erhöhen, dann machen wir das sehr gerne.