Bildung und Wissen
Wissen bringt Innovation an den Oberrhein

Trinationale Metropolregion Oberrhein: Die Vertreter aller drei Staaten am Oberrhein wollen ihren Wissens- und Bildungsstandort in Europa ausbauen.

Boris Burkhardt
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Die Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) zwischen Basel, Strassburg und Karlsruhe soll sich zukünftig als europäische Wissens- und Innovationsregion positionieren. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es eine bessere Vernetzung aller Akteure aus Bildung, Forschung und Innovation. Dieses Ziel formulierten gestern auf der 12. Oberrheinkonferenz in Basel 650 Teilnehmer aller drei Staaten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Bis zum Jahr 2020 legten sie als Leitziele unter anderem fest, Vernetzung, Transparenz, Dialog und Kooperationsbereitschaft der Universitäten, Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiterzuentwickeln und die bestehenden Projekte fortzuführen.

Gemeinsame Strategie

Die Regierungen wollen dazu eine gemeinsame Strategie erarbeiten, um Kreativität und Innovation als Instrumente für Wachstum und Nachhaltigkeit in der Region zu etablieren. Die Politiker aller beteiligten Länder, Départements und Kantone versicherten ihren festen Willen, an der «Wissenschaftsoffensive 2010» teilzunehmen. Aus Mitteln der drei Staaten und des EU-Förderprogramms «Interreg IV» sollen knapp sechs Millionen Euro zur Finanzierung der Kooperationsprojekte zusammenkommen.

Am kommenden Donnerstag wird die TMO im badischen Offenburg offiziell gegründet und soll in einem Memorandum von den EU-Aussenministern anerkannt werden. Die TMO besteht aus den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, der Région Alsace sowie den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Jura, Solothurn und Aargau. Die TMO besteht aus den vier Säulen Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Der Dreiländerkongress findet alle zwei Jahre zu einem speziellen Thema statt, dieses Jahr «Bildung, Forschung und Innovation».

An der Bildungskooperation sind rund 170 Forschungseinrichtungen beteiligt, darunter die Universitäten Basel, Freiburg, Karlsruhe, Mulhouse und Strasbourg mit insgesamt 170 000 Studenten. Bis heute gibt es 120 grenzüberschreitende Kooperationsprojekte; 40 neue wurden nun am Kongress beschlossen