Fünf Stationen durchlaufen die Kleidungsstücke, bevor sie in einem sauber verpackten Packet wieder an den Kunden retourniert werden. Die meisten von ihnen sind Altersheime.

Waschschleudermaschine, Waschtaktstrasse, Finisher, Trockner, Sortieranlage. Und nachher blitzend weisse Wäsche. Doch was steckt wirklich dahinter? Vielleicht in Zahlen: Die Bardusch beschäftigt in Basel rund 230 Mitarbeitende, schweizweit 700. In der Basler Niederlassung werden täglich 35 Tonnen Wäsche durch die Waschmaschinen geschleudert und anschliessend von Mitarbeitenden gebügelt und gefaltet. Das Sortieren wird mit der neuen Waschanlage automatisiert. Mithilfe eines Mikrochips in den Kleiderbügeln und einem aufgenähten Code auf jedem Kleidungsstück wird alles geordnet. Zuerst nach Heim. Dann nach Stock. Und zuletzt nach Bewohner. Jeder Alterheimbewohner wird später sein eigenes Paket mit den frischgewaschenen Sachen erhalten. Dazu noch einen Beutel für die neue Dreckwäsche. Jedes Stockwerk im Altersheim hat seine eigene Beutelfarbe, sodass das Verteilen der Kleiderpakete auch für die Mitarbeiter im Altersheim einfacher vonstattengeht.

Von Station zu Station fliegen die Hosen, Blusen, Nachthemden, Socken und gelegentlich auch ein kariertes Taschentuch an den Wänden entlang. Sie werden auf ihrem gechipten Kleiderbügel an einem Band, das durch die Decke verläuft, zur nächsten Etappe geschickt. Vollautomatisch.

Durch die Automatisierung der Waschanlage mussten, dank einer Umstrukturierung, nur wenige Mitarbeiter entlassen werden, so CEO Andreas Holzer. Wie viele, will er nicht sagen.
Schwitzend stehen die Mitarbeitenden, meist Frauen, an den Fliessbändern, hinter Bügeleisen, oder an Sortiertischen. Kein Wunder, bei diesen Temperaturen. Zudem wird die ganze Zeit gestanden. Wie Holzer betont, sind jedoch die lauten und hitzeausstrahlenden Maschinen bei der neuen Waschanlage extra in den hinteren Teil des zweiten Stockes verlegt worden, um ein angenehmeres Arbeitsklima zu schaffen.

Im ersten Stock befindet sich eine Waschanlage älteren Modells. Dort werden alle industriellen Aufträge behandelt: Bettwäsche von Hotels, OP-Kleidung und so fort. Falls etwas überhaupt nicht mehr sauber zu kriegen ist, wird es von der Bardusch ersetzt. Das sei quasi im Paket mit dabei, wie der Leiter der Niederlassung Basel, Andreas Zweifel, erklärt.

Weniger Wasserverbrauch

Auch ökologischer soll die Anlage gemäss Holzer sein: «Die CO2-Emissionen pro Kilogramm Wäsche werden deutlich gesenkt.» Unter anderem werde der Wassereinsatz pro Kilogramm Wäsche verringert und somit der Verbrauch an Waschmittel.

Für die anderen fünf Standorte, die unter anderem in Yverdon und Thun liegen, könnte das neue Waschanlage-System möglicherweise auch übernommen werden, sollte es sich bewähren. Doch nicht nur gewöhnliche Kleidungsstücke finden ihren Weg in die Waschanlagen der Bardusch. Auch Fundstücke, intern «Ufos» genannt, fliegen ab und zu durch das Gebäude in Flughafennähe. Beispielsweise ein Plüschkätzchen, das am Schwanz aufgehängt durch die Hallen baumelte und alle Anwesenden belustigte.