Swiss Indoors
Wo sich die Lokalprominenz zum Stelldichein trifft

Vor dem Auftakt der Swiss Indoors lädt Turnierdirektor Roger Brennwald zu einem «Pre-Apéro». Die Enttäuschung über die Absage von Rafael Nadal wollte er nicht verbergen.

Benjamin Rosch
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Finanzdirektorin Eva Herzog hat eigentlich lieber Bier als Cüpli und zieht den Fuss- dem Filzball vor. Hier in Begleitung von Tourismus-Chef Daniel Egloff.
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Die Tattoo-Connection Erik Julliard und René Häfliger müsste eigentlich die Schotten unterstützen. Also Amy MacDonald?
Früher Handball, heute eher Tennis: Alt Nationalrat Markus Lehmann erschien mit Nicole Walliser (l.) und Bea Lehmann.
Ynegluegt Swiss Indoors
Standortvermarkterin Sabine Horvath überwachte die grösste Marketing-Ausgabe des Kantons.

Finanzdirektorin Eva Herzog hat eigentlich lieber Bier als Cüpli und zieht den Fuss- dem Filzball vor. Hier in Begleitung von Tourismus-Chef Daniel Egloff.

Nicole Nars-Zimmer niz

Es ist der Albtraum jeden Gastgebers: Kurz vor der Dinnerparty sagt einer der wichtigsten Gäste ab. So ähnlich erging’s Swiss-Indoors-Direktor Roger Brennwald. «Dass Rafael Nadal – schon wieder – kurz vor dem Turnier seine Teilnahme zurückgenommen hat, kam uns spanisch vor», sagte er in einer Ansprache mit ordentlich Galgenhumor. So durfte er den geladenen Gästen des VIP-Apéros zur Eröffnung seiner Tennis-Festspiele nicht den Auftakt der Nummer 1 anpreisen, sondern musste sich mit einer Laudatio auf Denis Shapovalov begnügen. 66 andere Spieler auf der Rangliste trennen das Talent von «Rafa», den er aber immerhin schon einmal geschlagen hat. Dabei war das markige Konterfei des Spaniers sogar auf den eleganten VIP-Tickets abgebildet – neben Sängerin Amy Macdonald. Die Apéro-erprobte Lokalprominenz schien sich daran nicht zu stören. Die meisten der Anwesenden haben schon einmal ein Racket in den Händen gehalten. Standort-Marketing-Chefin Sabine Horvath und Alt Nationalrat Markus Lehmann gaben beide an, immer mal wieder auf einem Court zu stehen. Unter den Bestklassierten dürfte aber Sportdirektor Conradin Cramer weilen, der mal in der siebthöchsten Klasse spielte: «Das war nur, weil ich den Mut hatte, gegen einen aus der zweithöchsten Klasse zu spielen.» An die Höhe der Niederlage mag er sich nicht mehr erinnern.