Wohnschutz
Basler Mieterverband wehrt sich gegen sechs Abbruchgesuche

Sechs Einsprachen im Umfang von 153 Seiten hat der Mieterinnen- und Mieterverband am Dienstag eingereicht. Wohnschutz, Klimaschutz und Baumschutz würden ignoriert, heisst es vom Verband.

Zara Zatti
Drucken
Eine der abbruchgefährdeten Liegenschaften an der Breisacherstrasse im Matthäus-Quartier.

Eine der abbruchgefährdeten Liegenschaften an der Breisacherstrasse im Matthäus-Quartier.

zVg

«Mehrere Investoren zielen mit Abbruchgesuchen auf den bezahlbaren Wohnraum in Basel», schreibt der Basler Mieterinnen- und Mieterverband (MV) am Dienstag in einer Mitteilung. Es geht um sechs Abbruchgesuche, die laut MV noch vor Weihnachten eingereicht wurden und bei denen die Einsprachefristen soeben abgelaufen seien. Zu den Investoren würden die «A-Tech Consulting AG», «Bahiba Group SA», «Parc Dale AG», «Wimag» und «Ulrich Stamm-Wohltätigkeitsstiftung AG» gehören.

Es geht um Liegenschaften in den Quartieren Gundeli, Neubad, Bachletten, Matthäus und Bruderholz, in der Mitteilung wird ein Haus an der Breisacherstrasse 8 im Matthäus als Beispiel aufgeführt.

Gesunde Bäume würden verschwinden

Die Abbrüche seien nach dem neuen Wohnschutzgesetz nur aufgrund mehrerer Ausnahmebewilligungen möglich, heisst es vom MV. Die Voraussetzungen dafür seien bei keinem der sechs Fälle erfüllt. Der Verband bemängelt in seinen Einsprachen auch, dass «Dutzende gesunde und geschützte Bäume» weichen müssten.