Zehntausende Personen verfolgten das Feuerwerk zum Jahreswechsel und wünschten sich bei bester Laune ein gutes neues Jahr. Daneben gab es aber namentlich für die Blaulichtorganisationen die weniger guten Bilder zum Jahreswechsel: Leute, die über den Durst getrunken haben, Lärm, Streitereien und Schlägereien. Hochbetrieb herrschte daher vom Silvesterabend bis am Neujahrsmorgen unter anderem auf der Einsatzzentrale der Kantonspolizei; auf den Strassen waren die diversen Patrouillen pausenlos im Einsatz.

Personen, die ihre Trinkfestigkeit arg überschätzt hatten, beschäftigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sanität Basel-Stadt, die mit fünf Rettungswagen unterwegs waren. Bei 24 ihrer 57 Einsätze während der Neujahrsnacht mussten sie Betrunkene ins Spital bringen. Bei den übrigen Einsätzen handelte es sich um medizinische und chirurgische Notfälle.

Acht Mal rückte die Berufsfeuerwehr aus - in vier Fällen wegen Fehlalarmen. In einem Fall mussten die Feuerwehrleute eine Person aus einem Lift befreien, weiter hatten sie kleinere Feuer zu löschen.

Küchenbrand an der Kleinhüningerstrasse

Kurz nach 6 Uhr wurde der Polizei und der Feuerwehr gemeldet, dass es in einer Wohnung an der Kleinhüningerstrasse 55 brennen würde und ein Mann aus dem Fenster gesprungen wäre. Die Einsatzkräfte trafen kurz nach Eingang der Meldung am Brandort ein und die Feuerwehr konnte das Feuer in der Küche rasch löschen, dies teilt die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt mit.

Der 45 Jahre alte Wohnungsinhaber, welcher sich offenbar zum Zeitpunkt des Brandausbruches in der Küche aufhielt, wollte sich mit einem Sprung aus dem Fenster in Sicherheit bringen.
Dabei zog er sich erhebliche Verletzungen zu und musste unverzüglich durch die Sanität in die Notfallstation des Universitätsspitals eingeliefert werden. Die Brandursache ist im Moment noch nicht bekannt und die Ermittlungen der Kriminalpolizei sowie die Untersuchungen der kriminaltechnischen Abteilung wurden aufgenommen und sind im Gange.

Zum Zeitpunkt, als der Wohnungsinhaber aus dem Fenster sprang und auf der Strasse aufschlug, hielten sich in unmittelbarer Nähe ein Mann und eine Frau auf, welche zurzeit vom Sozialdienst der Kantonspolizei psychologisch betreut werden müssen.

Überfallen und ausgeraubt

Am Samstag meldete ein 46 Jahre alter Mann der Polizei, dass er im Hausgang der Liegenschaft Gasstrasse 35 ohne Hosen und mit blutenden Gesichtsverletzungen zu sich gekommen wäre und sich an nichts mehr erinnern könne. Der Geschädigte konnte lediglich angeben, dass ihm sein Portemonnaie mit Bargeld und Ausweisen fehlen würde.

Die Polizei und die Sanität trafen kurz darauf am Tatort ein und der 46-jährige wurde unverzüglich in die Notfallstation des Universitätsspitals eingeliefert, wo unter anderem ein mehrfacher Jochbeinbruch diagnostiziert wurde.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass der 46-jährige mit Freunden im Ausgang war und sich zuletzt in einer Bar am Steinenbachgässlein aufgehalten habe. Diese Bar hätte das spätere Opfer um etwa 01:00 Uhr verlassen und ab diesem Zeitpunkt kann sich der 46-jährige an nichts mehr erinnern. Wie der Überfallene vom Steinenbachgässlein bis zur Gasstrasse
kam, ist ebenfalls nicht bekannt. Gemäss gerichtsärztlicher Untersuchung muss davon ausgegangen werden, dass der Geschädigte mit einem stumpfen Gegenstand niedergeschlagen wurde.