Verdacht
YB-Kenner: «Ein Doumbia lässt sich doch nicht mit Geld ködern»

Vom Fussballfachblog «Zum Runden Leder» ist man sich einiges gewohnt. Schliesslich wird er von einem Haufen frustrierter YB-Fans unter der Leitung von Herrn Rrr (benannt nach dem dicken, also richtigen Ronaldo) betrieben. Im Interview äussert sich Rrr zum Transfer Doumbias.

David Sieber
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Wurde Seydou Doumbia Opfer eines Gewalt-verbrechens? Key

Wurde Seydou Doumbia Opfer eines Gewalt-verbrechens? Key

KEYSTONE

Herr Rrr, Seydou Doumbia habe gar nicht freiwillig von der AS Roma zum FC Basel gewechselt, sondern sei im Kleinbasel aufgehalten und mit Medikamenten gefügig gemacht worden. Wie kommen Sie darauf?

Herr Rrr: Quellen, Herr Sieber, wir haben Quellen. Und die besagen, dass der Ivorer letzten Samstag eigentlich auf dem Weg von Newcastle nach Bern war. Dort wollte er alte Freunde und seinen Afro-Coiffeur im Breitenrainquartier besuchen, übrigens nicht zum ersten Mal. Doch am Badischen Bahnhof fing ihn ein rot-blau vermummtes Überfallkommando ab, brachte den Spieler an einen geheimen Ort und pumpte ihn dort mit bewusstseinsverändernden Medikamenten voll. Anders kann man es sich nicht erklären, dass ein YB-Heiliger in Bas... so wars, ich bin quasi beinahe 100-prozentig sicher! Ein Doumbia lässt sich doch nicht mit Geld ködern, der hat in den letzten Jahren genug verdient.

Beweise, Herr Rrr, Beweise!

Quellenschutz, Herr Sieber, wir haben Quellenschutz. Aber eventuell bringen wir die Fotos vom Badischen Bahnhof am Donnerstag im Blog, auf Twitter, auf Facebook oder im Darknet.

Sie haben Ex-YB-Spieler Doumbia sofort nach Bekanntwerden seines Engagements in Basel zum «Ex-Sympathieträger» ernannt. Mit Verlaub, das nehmen wir hier etwas persönlich. Wir sind eben ein wenig empfindlich.

Ah, sorry.

Mit Renato Steffen hat ein weiterer Berner auf die Karte Erfolg gesetzt und läuft nun in Rot-Blau auf. Das ist doch nichts als normal.

Der Spieler «Renato Steffen» ist kein Berner, sondern ein Aargauer. Wir preisen in Bern täglich dreimal den Fussballgott, dass wir den Spieler «Renato Steffen» gewinnbringend abstossen und durch eine geeignetere Arbeitskraft ersetzen konnten (Yoric Ravet). Unter uns: Wussten Sie, dass der FCB für Steffen im Winter mehr als eine Million Ablöse zahlte, dann aber dem «Blick» steckte, es sei weit weniger gewesen?

Als Chefredakteur des YB-Fanblogs «Zum Runden Leder» sind Sie es gewohnt, erfolglos zu sein. Warum wollen Sie daran etwas ändern?

Erfolglos zu sein ist nicht das Problem. Schwierig ist, dass wir jedes Jahr denselben Schlussrang belegen. Wäre YB im Abstiegskampf, hätten wir noch mehr Leser. Oder natürlich im Meisterrennen. Aber diese Vizemeistertitel sind ein bisschen ermüdend.

Zugegebenermassen ist Ihr Blog ziemlich gut und soll sogar preisgekrönt werden. Wir vermuten: Der Blog ist eine Ersatzhandlung für entgangene Titel.

Genau.

Das wird auch kommende Saison so bleiben. Als Chefredakteur müsste Sie das freuen.

Vielen herzlichen Dank, liebe Basler!

Und zum Schluss: Wollen Sie dem FCB und seinen Fans noch etwas mit auf den Weg geben?

Erst wenn der letzte Gegner bezwungen und das letzte Double gewonnen ist, werdet Ihr merken, dass man Erfolg nicht essen kann.

Den Fussballblog finden Sie unter: http://blog.derbund.ch/zumrundenleder/

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