Gesundheit
Zangengeburt am Bethesda: Ärzte protestieren gegen neuen Arbeitsvertrag

Im Februar soll die Frauenklinik vom Bruderholz in das Bethesda-Spital wechseln. Bisher wehrten sich erst die Hebammen. Nun künden auch die Ärzte einen Aufstand an.

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Die Frauenklinik am Bethesda: Noch hat ein Grossteil der Bruderholz-Belegschaft nicht unterschrieben.

Die Frauenklinik am Bethesda: Noch hat ein Grossteil der Bruderholz-Belegschaft nicht unterschrieben.

ZVG/Bethesda-Spital

Am 1. Februar 2016 soll die Frauenklinik vom Bruderholz ins Basler Bethesda-Spital wechseln. Bisher wehrten sich wegen der schlechteren Arbeitsbedingungen nur die Hebammen und Pfleger. Jetzt droht der Ärzteaufstand.

Wie die «Schweiz am Sonntag» weiss, hat das Bethesda-Spital 15 Assistenz- und Oberärzten vom Bruderholz vergangene Woche einen Arbeitsvertrag unterbreitet.

Dies mit der Auflage, ihn innert zehn Tagen zu unterschreiben. Den Termin hat die Privatklinik auf den 20. Oktober gesetzt – also auf übermorgen. Über den Inhalt der Arbeitsverträge staunen die Assistenz- und Oberärzte.

Eine Ärztin sagt der "Schweiz am Sonntag": «Der Vertrag ist eine Frechheit. In allen Punkten müssen wir Abstriche machen. Beim Lohn, bei den Erziehungszulagen und bei den Pensionskassenleistungen.»

Heute Sonntag treffen sich die Assistenz- und Oberärzte, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Sie fordern mindestens eine längere Bedenkzeit.

«Möglich ist aber auch, dass wir uns gemeinsam entscheiden, den Vertrag nicht zu unterschreiben», sagt die Ärztin. Viele hätten schon beschlossen, zu kündigen. «Weil nur die Spitzenärzte geködert wurden, bricht nun eben das Fundament weg.»