Stadtentwicklung

Zoff um Basler Voellmy-Areal: Heimatschutz wehrt sich gegen «einfallslose» Variante

Das Gebiet um die zu entwickelnde Liegenschaft im Basler «Surinam».

Das Gebiet um die zu entwickelnde Liegenschaft im Basler «Surinam».

Der Heimatschutz Basel hat beim Bauinspektorat Einsprache gegen das Neubauprojekt «Schreinereiareal Im Surinam 65» erhoben. In einer Medienmitteilung bezeichnet er die Pläne als unausgereift und fordert, den Totalabbruch abzulehnen.

Das Bauprojekt auf dem Areal der Schreinerei Voellmy fällt zunehmend in Ungnade. Bereits vor der Publikation des Baugesuchs wurde bekannt, dass dem Projekt aus der Feder von ffbk Architekten unter anderem ein barockes Landhaus vom Ende des 18. Jahrhunderts zum Opfer fallen soll.

Nun hat der Heimatschutz Basel beim Bauinspektorat Einsprache gegen das Neubauprojekt «Schreinereiareal Im Surinam 65» erhoben. In einer Medienmitteilung bezeichnet er die Pläne als unausgereift und fordert, den Totalabbruch abzulehnen sowie die Erarbeitung eines Bebauungsplanes, «der zumindest die Erhaltung der Hossdorf-Werkhalle vorsehen würde».

Die Bauherrschaft habe sich für die Variante «tabula rasa» entschieden, «alles abreissen und neu bauen», schreibt der Heimatschutz weiter, um ziemlich zynisch anzufügen: «Das ist aus planerischer Sicht die einfachste, aber auch einfallsloseste Variante, die dem Dialog mit dem Bestehenden und der Vergangenheit aus dem Weg geht.»

Pikant: Weil das barocke Landhaus, das vermutlich um 1770 entstand, dem Neubauprojekt im Wege steht, wurde es mit Einverständnis der Basler Regierung aus dem Inventar der schützenswerten Bauten entlassen.

Autorin

Rahel Koerfgen

Rahel  Koerfgen

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