Wenn eine Schweizer Stadt die Selbstliebe zur Kunstform erkoren hat, dann kann es nur eine geben, nämlich die unsere am Rheinknie. Basel, Tor zur Schweiz, Basel, die Kulturstadt, ja, Basel: einer der lebenswertesten Orte der Welt, wie es vor knapp einem Jahr das Ranking «Quality of Life» erhob.

Das zitiert auch der neue Imagefilm der Stadt. «Weltstadt im Taschenformat» nennt sich Basel jetzt und positioniert sich in der Unterzeile als «Stadt der kurzen Wege».

Wir landen also zu Beginn des Clips mit einem Geschäftsmann am EuroAirport, der sich per Sofortnachricht darauf freut, in 15 Minuten vor dem Messeturm eine Frau – vielleicht seine Frau, vielleicht auch eine Geschäftspartnerin, wir wissen es nicht – zu treffen.

Wir sehen im Film ein Basel, dessen Einwohner zutiefst entspannt sind, ein gelassenes Basel, ein kulturell verwöhntes Basel und eben immer wieder dieses Taschenformat-Basel, wo alles innert weniger Minuten zu erreichen ist. Egal, ob Zoo, Architekturwunder oder Sportanlass, bewegen muss man sich hier kaum, am besten, man legt sich im Sommer ans Rheinbord. Wer doch arbeiten muss, der winke vom Roche-Turm aus den Rheinschwimmern zu.

So lässt sich die immense Dichte dieser Stadt eben auch beschreiben: Alles ist so nah. Man könnte aber auch sagen, es ist alles ein bisschen eng hier. Wie in dieser einen Filmeinstellung, in der ein Velofahrer im Solitude-Park zwischen den Passanten hindurchzirkelt. Das ist die Kehrseite der Nähe.

Der offizielle Imagefilm der kantonalen Standortvermarkter ist somit treffend: Basel hat alles, Basel ist so satt wie die sommerlichen Einstellungen, auf denen sehr viele Menschen sehr viel Freizeit verbringen. Diese Stadt ist, sagen die Basler damit Auswärtigen und Einheimischen gleichermassen, sehr bequem.