Basel-Stadt

Zu kompliziert: Stadtgärtnerei will kein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen

Letztlich wird über das Rauchverbot auf Spielplätzen der Grosse Rat befinden. (Symbolbild)

Letztlich wird über das Rauchverbot auf Spielplätzen der Grosse Rat befinden. (Symbolbild)

Das Anliegen fand breite Unterstützung. CVP-Grossrat Christian Griss forderte ein Rauchverbot auf den Basler Spielplätzen.

Ein Verbot hätte nur Vorteile, befand er: Kinder würden vor Passivrauch geschützt, es lägen keine Zigarettenstummel auf den Spielplätzen rum und die Eltern würden nicht als schlechte Vorbilder wahrgenommen. Die Regierung will die Motion Griss’ in der abgeschwächten Version, als Anzug überweisen lassen.

Die Stadtgärtnerei hofft, dass das Rauchen auf Spielplätzen über Eigenverantwortung und Sensibiliserung eingedämmt werden kann und es weiter ohne Verbot geht. Armin Kopf, Leiter der Grünplanung, sagt: «Der Aufwand für die Polizei wäre sehr gross, die Raucher auf den 60 öffentlichen Spielplätzen der Stadt Basel aufzuspüren und zu büssen.»

«Sensibilisierungskampagnen und Eigenverantwortung wären uns lieber»

Komme hinzu, dass die Spielplätze vielerorts in Parks lägen und schwer abzugrenzen sei. Die Frage wäre demnach ungeklärt, wo das Rauchen erlaubt sei und wo nicht. Kopf sagt, das Problem sei überschaubar: Es gibt zwar auf verschiedenen Kinderspielplätzen in Basel das Problem von liegengelassenen Zigarettenstummel. «Es wäre uns jedoch lieber, wenn wir es mit verstärkten Sensibilisierungskampagnen und Eigenverantwortung lösen könnten», sagt Kopf. Letztlich wird darüber aber der Grosse Rat befinden.

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