Das Amt für Migration des Kantons Basel-Land hat einem Kosovaren zu Recht verweigert, von der Stadt Basel ins Baselbiet zu ziehen, obwohl seine Familie hier wohnt. Der Mann ist hoch verschuldet und wurde über 20 Mal straffällig.

Der heute 47-jährige Kosovare war im Jahr 1993 im Rahmen des Familiennachzugs zu seiner Ehefrau in die Schweiz eingereist. Das Ehepaar hat fünf Kinder. Die vier älteren Kinder besitzen das Schweizer Bürgerrecht. Ende Juli 2013 meldete sich der Familienvater, der wie seine Gattin und sein jüngstes Kind über eine Aufenthaltsbewilligung für den Kanton Basel-Stadt verfügte, samt seiner Familie in Basel ab. Zwei Wochen später wollte sich der Mann mit seiner Familie im Kanton Basel-Land wieder anmelden.

Das Amt für Migration des Kantons Baselland entsprach dem Gesuch der Ehefrau und des jüngsten Kindes, verweigerte aber dem Kosovaren die Aufenthaltsbewilligung und forderte ihn auf, den Kanton zu verlassen. Das Amt verwies auf die zahlreichen strafrechtlichen Verurteilungen und auf die angehäuften Schulden des Familienvaters. Sowohl der Regierungsrat als auch das Verwaltungsgericht des Kantons Baselland stützten dieses Vorgehen. Nicht anders hat jetzt auch das Bundesgericht entschieden.

15 Monate Knast

Dem Urteil aus Lausanne ist zu entnehmen, dass der Kosovare mehr als 20 Mal strafrechtlich – oft wegen Verkehrsdelikten – verurteilt worden war. Seine schlimmste Verurteilung war eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten wegen qualifizierten Drogendelikten und Geldwäscherei. Weder die zahlreichen Verurteilungen noch vier fremdenpolizeiliche Verwarnungen und eine mit dem Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt abgeschlossene Integrationsvereinbarung konnten den Mann zu einer Verhaltensänderung bewegen.

Kommt hinzu, dass gegen den Familienvater Betreibungen in der Höhe von 95'000 Franken laufen und offene Verlustscheine im Umfang von über 37'000 Franken vorliegen. Mit den Vorinstanzen geht das Bundesgericht angesichts dieser Tatsachen einig, dass der Mann trotz einer Anwesenheit von 22 Jahren in der Schweiz seine Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz verspielt hat und sogar eine Wegweisung aus der Schweiz verhältnismässig wäre.

Damit durfte der Kanton Baselland dem Mann auch den Kantonswechsel verweigern. Seine Frau und sein jüngstes Kind dürfen aber bleiben. Dem Kosovaren wäre es jedoch nach Meinung des Bundesgerichts zuzumuten, in sein Heimatland zurückzukehren, wenngleich ihm dies ziemlich schwer fallen dürfte.