Sie hätte die grösste Weltall-Messe der Schweiz werden sollen und das in Basel – auf einer Fläche von 13'000 Quadratmetern. Doch daraus wird nichts, die «LiftOff to Space» muss stark redimensioniert werden. Statt einer Messe gibt es jetzt eine Roadshow, also eine Wanderausstellung, die zwischen 500 und 1000 Quadratmetern Platz einnimmt. Stattfinden wird sie dennoch in Basel, und das wie geplant im Rahmen der Fantasy Basel vom 3. bis 5. Mai.

Wie bereits am Freitagmorgen das Regionaljournal Basel von SRF berichtete, fehlt der Veranstaltung das Geld. So sagt Organisator Guido Schwarz vom Swiss Space Museum, dass es derzeit schwierig sei, für Projekte des Kulturbereichs entsprechende Finanzierungen zu finden. An der MCH Group AG habe das nicht gelegen: Die Messe Schweiz habe das Vorhaben von Beginn unterstützt und gefördert.

Youtube: Der Trailer zu «LiftOff to Space» von 2018

Jules Verne, Juri Gagarin und Apollo 11

Die Ausstellung widmet sich der Raumfahrt auf einer grossen Bandbreite, zumal dieses Jahr das 50-Jahre-Jubiläum der ersten Mondlandung begangenen wird. So stellt die «Liftoff to Space» Werke und Artefakte der frühen Science Fiction aus, die schliesslich zur Inspiration für die reale Raumfahrt wurden.

Zu sehen gibt es auch die Replika einer echten Raumfahrtkapsel, mit Juri Gagarin wird der erste Mensch im Weltall thematisiert, natürlich nehme auch die Mondlandung einen grossen Platz in der Ausstellung ein und es gibt einen vertieften Einblick in den aktuellen Stand der Weltraumwissenschaften, unter anderem mit Fokus auf die Schweiz.

Umdisponieren statt einstellen

Nach Basel wird die Roadshow im Innovationspark Zürich in Dübendorf zu sehen sein, Schwarz handelt derzeit noch weitere Standorte in Bern sowie Genf aus. Unterkriegen liess er sich von der finanziellen Situation also nicht. Zudem schätze das Swiss Space Museum die Zusammenarbeit mit der Fantasy Basel sehr, wie Schwarz sagt.

Die Institution war seit der ersten Ausgabe der Schweizer Comic Convention mit dabei. Der Publikumsaufmarsch sei enorm, die Besucher seien längst nicht nur verkleidete Fans von Comics und Science Fiction, sondern kämen aus so ziemlich allen Gesellschaftsbereichen.