Architektur

Zürcher «Caruso St John Architects» bauen Basler Biomedizin-Neubau

So soll das neue Zentrum für das Departement Biomedizin der Uni aussehen. (Visualisierung)

So soll das neue Zentrum für das Departement Biomedizin der Uni aussehen. (Visualisierung)

Ein Generalplanerteam um das Zürcher Architekturbüro Caruso St John Architects hat den Wettbewerb für einen Neubau des Departements Biomedizin der Universität Basel gewonnen. Der 241-Millionen-Franken-Bau soll bis 2024 bereitstehen.

Das 1971 erbaute Biozentrum an der Klingelbergstrasse ist zwar eines der neueren Gebäude der Universität, doch es genügt den Ansprüchen nicht mehr. Ersetzt werden soll es 2017 durch einen Bau an gleicher Stelle –einen Turm aus Chromstahl und Glas auf dem «Campus Schällemätteli». Gestern wurde die nächste Weiche gestellt: Sobald das neue Biozentrum 2019 fertiggestellt ist wird am jetzigen Standort des Biozentrums das alte Gebäude abgerissen und durch einen Neubau für das Departement Biomedizin ersetzt.

Lageplan des neuen Gebäudes des Departements für Biomedizin

Lageplan des neuen Gebäudes des Departements für Biomedizin

Die Jury um den Baselbieter Kantonsarchitekten Thomas Jung hat ein Projekt auserkoren, das dadurch überzeugt habe, «wie die Projektverfasser die funktionalen Bedingungen und einschränkenden Vorgaben virtuos genutzt haben, um ein Projekt zu entwerfen, das in seiner Prägnanz und Eigenständigkeit überrascht». Gewonnen haben die Architekten Caruso St John aus Zürich mit ihrem Projekt «MCDLIX», also 1459, das Jahr in dem Papst Pius II. am 12. November mit einer päpstlichen Bulle die Universität Basel ins Leben rief. Kosten wird der Bau gemäss Planung 241 Millionen Franken.

Schnittstelle der Wissenschaften

Das Departement Biomedizin vereint die biomedizinische Labor-Forschung der Biologie und der Medizinischen Fakultät. Es bezieht sozusagen um die Ecke des Life-Science-Campus’ Schällemätteli sein Quartier, auf dem sich bereits das Forschungs- und Lehrgebäude für das Departement BSSE (Departement of Biosystems, Science and Engineering) der ETH Zürich befindet. Dieses zieht vom Rosentalareal hierhin.

Mit dem Neubau des Biomedizin-Zentrums in der Nähe zu den universitären Spitälern und weiteren Life-Science-Institutionen werden laut Universität und Kanton «ideale Voraussetzungen» geschaffen für die Forschung im Schnittbereich von Medizin und Biologie. Es gehe vor allem darum, den «wissenschaftlichen und interdisziplinären Austausch der Forschenden» zu fördern. Dies auch im Interesse der allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit der Universität Basel.

Das nun gekürte Siegerprojekt sei eine «überraschende architektonische Lösung» sowohl für die städtebauliche Inszenierung rund um den im Entstehen begriffenen Campus, als auch für die Anforderungen der Universität an die innere Raumaufteilung im Interesse eines funktionierenden Forschungsbetriebs. Wenn der Abbruch des alten Biozentrums plangemäss 2019 stattfinden kann, soll das neue Institut 2023 fertiggebaut und 2024 betriebsbereit sein. Auf den neun Geschossen sollen rund 700 Mitarbeitende und 200 Studierende auf 35 00 Quadratmetern Platz finden.

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