Zolli-Apéro

Zürcher Gorilla-Weibchen integriert sich im Basler Zoo nur mit Mühe

Eingeschworene Truppe: Gorillas im Basler Zolli (Archiv)

Eingeschworene Truppe: Gorillas im Basler Zolli (Archiv)

Das siebenjährige Gorillaweibchen Enea sorgt derzeit für einigen Wirbel in der Gorillagruppe des Zoos Basel. Enea ist Ende Januar aus dem Zoo Zürich nach Basel gebracht worden. Die Integration in die Gruppe dürfte mehrere Wochen, wenn nicht Monate dauern.

Enea wird in einem separaten Gehege gehalten; sie zeige aber sehr viel Interesse an ihren neuen Gefährten, sagte Zootierarzt Christian Wenker am Mittwoch vor den Medien. Immer wieder gehe Enea ans Gitter, das sie von der Basler Gorillagruppe trennt. Am ersten Tag sei sie von der ganzen Gruppe durch das Gitter begrüsst worden.

Anschliessend war dann aber bei den Basler Gorillas die Aufregung gross. Es gab Spannungen, und ein Weibchen erlitt bei Raufereien eine kleine Verletzung, wie Wenker weiter erzählte. Inzwischen darf ein Basler Weibchen für kurze Zeit Enea besuchen. Die Zusammenführung aller Gruppenmitglieder wird nun laufend fortgesetzt.

Eine Schlüsselrolle bei der Integration werde der 22-jährige Silberrücken Kisoro spielen, sagte Wenker weiter. Akzeptiere er das neue Gruppenmitglied, dann werde sich der Rest der Familie schnell mit Enea anfreunden. Das Zürcher Gorillaweibchen soll in Basel für Nachwuchs sorgen.

Der Wechsel in eine andere Gorillagruppe sei nicht aussergewöhnlich, betonte Wenker. Auch in der Natur würden junge Weibchen die angestammte Gruppe verlassen.

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