Öffentlicher Verkehr
Zukunftsvisionen für das Tramnetz in Basel

Im Lichthof des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt eröffneten am Montag Hans-Peter Wessels und Sabine Pegoraro die Ausstellung «Tramnetz 2020 - Mehr Tram für die Region Basel». Sie zeigt, wie das öV-Netz in Zukunft ganz Basel vernetzen könnte.

Franziska Zambach
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Vernissage der Ausstellung «Tramnetz 2020 - Mehr Tram für die Region Basel»
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Im Lichthof des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt sind die fünf Projektentwürfe der Fachplanerteams ausgestellt.
Vom 5. bis 23. März kann die Ausstellung besucht werden.
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Basler Kantonen zeigt das Ausmass des Projekts.

Vernissage der Ausstellung «Tramnetz 2020 - Mehr Tram für die Region Basel»

Kenneth Nars

Das Projekt, dass das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt (BVD) in Zusammenarbeit mit der Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft (BUD) lanciert hat, ist ambitioniert. Die beiden Ämter wollen die Region Basel durch den öffentlichen Verkehr besser erschliessen. Indem das bestehende Tramnetz überarbeitet und optimiert wird, soll dies in den nächsten zehn bis 15 Jahren erreicht werden.

Fünf Projekte zu einem vereint

Diese schwierige Aufgabe wurde an fünf verschieden Fachplanerteams weitergegeben. Sie liessen ihre Ideen in fünf Projektentwürfe fliessen, die nun im Lichthof des Bau- und Verkehrsdepartement ausgestellt sind. Geprüft durch ein Fachgremium, wurden die besten Ideen aus den fünf Entwürfen zusammengezogen und zum «Gewinnerprojekt» gekürt. Die Regierungsräte Hans-Peter Wessels, Vorsteher des BVD, und Sabine Pegoraro, Vorsteherin der BUD, stellten gemeinsam die Synthese aus den fünf Netzdesigns vor.

Die Zusammenarbeit zwischen den zwei Basler Kantonen zeigt das Ausmass des Projekts. Nicht nur das Zentrum soll besser erschlossen werden, sondern auch die Umgebung und Landgemeinden sollen vom optimierten Tramnetz profitieren. Erste Schritte sind bereits beschlossene Sache. Ab 2013 werden die Trams landesübegreifend unterwegs sein und bis nach Weil am Rhein verkehren.

Altbewährtes mit neuen Ideen gespickt

Mit dem «Tramnetz 2020» entstehen neue Knotenpunkte im Zentrum rund um die Mittlere Brücke und die Wettsteinbrücke. Ausserdem sollen die komplexeren Kreuzungen am Bankverein und auf dem Centralbahnplatz aufgegleist und vereinfacht werden, indem das Kreuzen der verschiedenen Tramlinien möglichst vermieden wird.

Grundlage für das Zukunftsprojekt bleibt aber nach wie vor das bestehende Liniennetz. Die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) und die Baselland Transport AG (BLT) wollen am Altbewährten festhalten. Im Team haben sie gemeinsam eines der fünf Projekte entwickelt. Das bestehende Netz soll aber mit 19 weiteren Streckenkilometern ausgebaut werden. Neue Linien durch den Peters- und Claragraben helfen das Zentrum besser zu erschliessen. Ausserdem werden Wohn- und Arbeitsgebiete optimaler angebunden.

Entscheid über Realisierung

Bevor aber dieses ambitionierte Projekt angegangen werden kann, müssen die Regierungen beider Basel über die Realisierung entscheiden. Im nächsten Schritt werden dann Fachleute des BVD und der BUD die Machbarkeit des Konzepts überprüfen, bevor die Detailplanung für die Umsetzung in Angriff genommen werden kann.

Wer sich ein eigenes Bild machen möchte, kann die Ausstellung «Tramnetz 2020 - Mehr Tram für die Region Basel» besuchen:
5. März bis 23. März im Lichthof des BVD auf dem Basler Münsterplatz 11 oder im Eingangsbereich des BUD an der Rheinstrasse 29 in Liestal.