Städtepartnerschaft
Zum Jubiläum reist Basel nach Schanghai

Anlässlich des 10. Jubiläums der Städtepartnerschaft Basel – Schanghai besucht Elisabeth Ackermann mit einer Basler Delegation die chinesische Metropole. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Treffen mit dem Schanghaier Bürgermeister, sowie ein Konzert des Kammerorchesters Basel.

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Eine Schweizer Delegation um Elisabeth Ackermann ist zu Gast in der Basler Partnerstadt Shanghai.

Eine Schweizer Delegation um Elisabeth Ackermann ist zu Gast in der Basler Partnerstadt Shanghai.

Thomas Schlittler

Zum ersten Mal als Basler Regierungspräsidentin besucht Elisabeth Ackermann am Freitag die Partnerstadt Schanghai. Eine Basler Delegation unter anderem mit Vertretern des Euro Airports begleitet sie. Ebenfalls mit dabei sind Vertreter des Confucius Institute at the University of Basel, der Schweizer Botschafter in China und der Schweizer Generalkonsul in Schanghai.

Seit 2007 verbindet Basel und Schanghai eine Städtepartnerschaft. Jeweils für drei Jahre werden in einem sogenannten Memorandum of Understanding (MoU) Zielsetzungen sowie Schwerpunkte der Städtekooperation festgelegt. Kooperationen bestehen in jeglichen Bereichen wie Wirtschaft, Bildung, Kultur, Standortmarketing Life Science oder Gesundheitswesen etc..

Hauptanlass dieser Reise bildet ein Treffen mit dem Bürgermeister von Schanghai Ying Yong. Dieser war erst im vergangenen Herbst – damals noch als Parteisekretär des CPC Shanghai Committee – in Basel zu Gast, um zusammen mit dem damaligen Regierungspräsidenten Guy Morin das MoU zu unterzeichnen.

Direkte Flugverbindung und ein Konzert des Kammerorchesters Basel

Bei dem Gespräch zwischen Ackermann und Ying Yong soll es insbesondere um die Flugverbindung zwischen Basel und Shanghai für den Frachtbereich gehen, ausserdem soll auch ein Austausch zu den Bereichen Wirtschaft und Bildung Platz finden.

Abgerundet wird der Delegationsbesuch von einem Konzert des Kammerorchesters Basel im Shanghai Oriental Art Center. Das Orchester befand sich auf einer Fernost-Tournee und macht Halt in Schanghai. Zuvor war es in Taipeh zu Gast.

Trotz der seit zehn Jahren bestehenden Städtefreundschaft zwischen Basel und Schanghai waren die diplomatischen Beziehungen mit China selbst nicht immer ganz einfach. Als die Basler Regierung vor zwei Jahren den Dalai Lama einlud, waren Treffen zwischen Regierungsmitgliedern sowie eine Wirtschaftsdelegationsreise abgesagt worden. Dies bestätigte der Basler Regierungssprecher Marco Greiner.

Diese Unstimmigkeiten zwischen dem Reich der Mitte und der Basler Regierung seien jedoch längst beigelegt – spätestens jedoch seit letztem September und der Erneuerung der Städtepartnerschaft. Auch hätten sie keine mittel- oder langfristigen Konsequenzen auf ebenjene gehabt, bekräftigten Beteiligte. (coh)